Teppich-Liebe aus Nepal. Handgemachtes Glück.

Es gibt endlich wieder ein Interior Update! Und einen Schwung warmes Sommerwetter gleich noch mit dazu: Während ich hier fröhlich tippe, sitze ich gerade auf unserer Terrasse in der Mache und erfreue mich an den laut zwitschernden und gurrenden Vögeln, die auf den Antennenmasten der Nachbardächer sitzen. Und an unserer Terrasse sowieso. Unser Vermieter brödelt da schon seit Wochen rum, nachdem wir ihm schon gefühlt Monate hinterherlaufen, aber jetzt TUT SICH WAS! Und ich könnte es kaum mehr feiern. Ich liebe Draußensein einfach!
Wenn es aber gerade keine Frühlingstemperaturen hat oder ich mich gerade im Gemütlichkeits-einroll-modus befinde, bin ich auch gerne in unserer Wohnung und versuche diese nach und nach schöner + nachhaltiger einzurichten. Hauptprojekt ist und bleibt dabei unser Wohnzimmer.


Daher jetzt zu unserem jüngsten Neuzugang in den vier Wänden: ein wunderschöner, handgemachter Filzballteppich* aus Nepal. Das Besondere ist, dass der Teppich fair produziert wurde und die Firma Sukhi ihren Näherinnen einen überdurchschnittlich hohen Lohn für ihre Arbeit zahlt. Das finde ich eine feine Sache, denn so ein Teppich besteht tatsächlich aus hunderten kleinen, handgefilzten Bällchen, die dann aneinander genäht werden. Ein wahres kleines Kunstwerk also, in dem jede Menge Handwerkskunst steckt. Viele der Näherinnen arbeiten von zu Hause aus, während sie auf ihre Kinder aufpassen.


Es gibt dazu ein schönes Making Of Video von Sukhi:

Sukhi.de - Herstellung der FilzKugelTeppiche from Sukhi on Vimeo.

Übrigens bedeutet der Name Sukhi "Glücklich" auf Nepalesisch. Als mein ausgesuchter Teppich fertig war, habe ich eine E-Mail bekommen mit der Nachricht, dass Shanta Lama meinen Teppich angefertigt hat - zusammen mit einem Foto von ihr. Gerade diesen persönlichen Touch finde ich super schön, weil man nicht das Gefühl hat, dass irgendeine Näherin gerade das 500. Teil massenproduziert hat, sondern dass man ein kleines, faires Projekt unterstützt. Und dass man genau weiß, wer sich da so viel Mühe gegeben hat. Die Teppiche werden übrigens alle maßgefertigt und können so individuell auf alle möglichen Bedürfnisse angepasst werden.

 

Mein Bedürfnis also, statt dem großen unruhigen Ikea Teppich, einen kleineren, dafür hochwertigen als Unterlage für unser selbstgemachtes Couchtischchen zu finden, wurde mit dieser Größe perfekt erfüllt. Und manchmal sitze ich auch darauf und meditiere oder mache ein paar Yoga Übungen. Because why not. :D


So viel also zum Projekt Wohnzimmer Verschönerung. Nachdem wir heute für die Fotos auch extra nochmal großflächig gesaugt (das ist die Lieblingsaufgabe vom Herzensmann) und aufgeräumt (das ist meine Lieblingsaufgabe) haben, bin ich auch wieder recht zufrieden mit dem aktuellen Sauberkeitsstatus. Mal schauen wie lange der wohl anhält. :D

Übrigens nehme ich hiermit teil an der DaWanda Wohnparade. Das hier ist nämlich meine absolute Lieblingsecke zuhause und ich bin neben der Palettencouch, die ein kleines Mammutprojekt war, auch ein bisschen stolz auf den selbst gemachten Couchtisch aus der alten Baumstammscheibe. Weil der so besonders ist und so ein wenig heimeliges Natur Feeling ins Wohnzimmer bringt. 

 
Und wie gefällt euch der neue Teppich so?

Alles Liebe,
 
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Biohotel Essentis - ein Blick hinter die Kulissen


Ein paar spannende Einblicke in die Welt des nachhaltigen Tourismus gefällig? Vor Kurzem habe ich schon über unseren wunderbar entspannenden Aufenthalt im Bio Hotel Essentis berichtet - eine Unterkunft der besonderen Art, die gleichzeitig im Grünen, am Wasser und doch 30 Minuten von der Berliner City entfernt eine großartige Lage hat. Und von Menschen geführt wird, die mit ganz viel Herz und Achtsamkeit dabei sind, die Tourismusbranche ein gutes Stück grüner zu gestalten. 


Tobias Grimm, General Manager und Inhaber des Essentis Biohotels.

Inwiefern ist das Essentis ein nachhaltiges Hotel?
Alle Lebensmittel und Getränke, die wir anbieten, sind ausnahmslos bio-zertifiziert, was auch durch unangemeldete Kontrollen überprüft wird. Wir haben Solarzellen auf dem Dach, verwenden eine nachhaltige Wäscherei und Naturkosmetik bei Handseife und Duschgel. Auch stellen wir nach und nach um auf Handtücher und Bettwäsche aus Bio-Baumwolle; wir haben einen eigenen Kräutergarten und verwenden so viele regionale, saisonale Lebensmittel wie möglich. Es geht darum, den Tourismus so nachhaltig wie möglich zu gestalten und sorgfältig mit unseren Ressourcen umzugehen.


Was bedeutet für dich Nachhaltigkeit?
Für mich bedeutet Nachhaltigkeit, dass man in seinen Verhältnissen lebt und an die kommenden Generationen denkt. Das heißt für mich zum Einen, dass man im Einklang mit Mutter Natur lebt, aber auch, dass man etwas zurück geben sollte.


Bekommt man vom Staat irgendwelche Zuschüsse durch diese Wirtschaftsweise?
Nein.

Was sind eure Herausforderungen durch eure Auszeichnung als Bio-Hotel?
Leider ist es so, dass viele Kunden nicht direkt sehen, dass unsere Kosten viel höher als die von konventionell geführten Hotels sind. Ein weiterer Punkt ist, dass unser Restaurant, das Amaranth, nicht nur vegan, sondern auch bio ist. Dadurch ist man bei manchen Lebensmitteln, wie z.B. pflanzlicher Sahne, etwas limitiert, was die Auswahl angeht - aber wir wollten eben beides.
Die richtigen Mitarbeiter zu finden, ist auch nicht immer einfach, denn es ist mir wichtig, dass unsere Mitarbeiter nicht nur die passende Ausbildung haben, sondern auch unsere Philosophie teilen.

Ihr habt vor einigen Jahren eure Ausrichtung umgestellt von einem konventionellen Hotel auf Bio und Veggie. Würdest du rückblickend etwas anders machen?
Gute Frage. Rückblickend würde ich sagen, dass ich vielleicht früher Hilfe bei Anderen in der Branche suchen würde. Ich liebe z.B. die "Konkurrenz" und finde einen Austausch untereinander unheimlich wichtig. Für mich sind andere Bio Hotels keine Konkurrenz, sondern ich finde das super. Wir wollen ja alle das Gleiche und ich finde, es sollte viel mehr nachhaltige Hotels geben.

Clara Ouchene, Marketing Communication

Welches Programm bietet ihr euren Gästen?
Wir haben jede Menge zu bieten, sowohl für Gäste als auch Nicht-Gäste. Es gibt jeden Monat verschiedene Workshops, Konzerte und Spiritual Events sowie Yoga und Meditations-Angebote. 2 x im Monat bieten wir sonntags Yoga & Brunch an, was sehr gut ankommt. Außerdem gibt es immer mal wieder spannende Events wie unser Festival im Sommer - ein Blick in unserern Veranstaltungskalender lohnt sich auf jeden Fall!

Wie sieht ein perfekter Tag für einen Gast im Essentis aus? 
Es gibt viele Möglichkeiten, aber so z.B. könnte es aussehen: Früh aufstehen, Yoga, dann ein leckeres veganes Frühstück. Wir verwenden übrigens keinen Industrie Zucker oder industriell verarbeitete Produkte, sondern unsere Köche bereiten ein leckeres, gesundes und vollwertiges Essen aus saisonalen Bio-Produkten (Anm: es gibt auch viele glutenfreie Produkte).
Nach dem Frühstück könnte man sich im Garten oder am Bootssteg sonnen, in die Sauna gehen oder ein Boot mieten. Man kann hier auch super spazieren gehen, da es viel Grünfläche und schöne Wälder gibt. Anschließend würde ich mir einen veganen Burger gönnen und an einem Workshop teilnehmen.




Für welche Art von Veranstaltung kann man euer Hotel nutzen?
Diverse Workshops, Vorträge, Seminare, Kochkurse, Konferenzen, Konzerte oder auch Hochzeiten. Wir sind eine der wenigen Locations, die eine vegane Hochzeit ermöglichen, direkt am Wasser und mit bestem Essen direkt vom hoteleigenen Restaurant Amaranth.

Wofür steht der Name Essentis und inwiefern passt dieser zu eurer Mission? 
Essentis bedeutet zurück zur Essenz, zum Wesentlichen, zur Natur. Wir wollen, dass unsere Gäste sich hier wohl fühlen und guten Gewissens Neues lernen können, zu sich selbst finden und Ruhe und Entspannung erleben. Für uns ist die positive Stimmung und ein gutes Miteinander sehr wichtig. Das Essentis ist wie eine "living island", ein spirituelles Zentrum, in dem man in Harmonie mit Mutter Natur lebt.

Vielen Dank an beide für das interessante Gespräch und die wunderbar erholsamen Tage bei euch!

Credits: Die verwendeten Fotos wurden von der Website des Essentis/Restaurants entnommen.

Kanada - Einblicke Teil 1

Wir sind zurüüück! Nach gut zwei Wochen vollgepackt mit wahnsinnig tollen Eindrücken, atemberaubender Natur auf Vancouver Island und der Sunshine Coast, wilder Tierwelt im Banff Nationalpark und abwechlungsreichem Sightseeing in Vancouver City sind wir wieder angekommen und zehren -hoffentlich noch lange- von dieser Wahnsinnsreise!





 

 


Mein ausführlicher Reisebericht folgt ganz bald, weil ich gleich diese Woche geschäftlich in London bin und quasi direkt wieder meine Koffer packen darf. Aber ein paar Einblicke für euch vorab gibt es schon mal als kleinen Vorgeschmack. Zu erzählen gibt es auch viel, aber dafür muss ich erst mal meine Gedanken in Ruhe sortieren und alle Fotos durchgehen. Bis dahin bin ich schon mal froh, dass wir noch einen Tag zum "Runterkommen" hatten, 13 Stunden durchgeschlafen haben und die Wäsche schon mal in der Maschine ist. Wohoo für eine saubere Wohnung. Und wie schön es immer wieder ist, nach allem nach Hause zu kommen.

Ward ihr auch schon mal in Kanada?

Alles Liebe,


Peopletree - ein Pionier in der Slow Fashion Branche


"Jedes einzelne von uns produzierte Kleidungsstück trägt irgendwo auf der Welt zu einem positivem Wandel in der Modeindustrie bei.
So steht es auf Peopletree Homepage und das finde ich wunderbar inspirierend. Es ist ja tatsächlich so, dass schon der Kauf eines einzigen Fair Fashion Teils die Welt ein bisschen besser macht, oder? Denn mit der Unterstützung der richtigen Marken trägt man aktiv zur Verbesserung der Lebensumstände von den Handwerkern und Produzenten bei, die ethisch korrekte Mode für uns herstellen. Peopletree engagiert sich schon seit über 20 Jahren in der Fair Fashion Industrie und sorgt so für mehr Transparenz, Nachhaltigkeit und verbesserte Produktionsbedingungen. Ein absoluter Pionier in der Branche also - grüner Daumen ganz weit nach oben!



 Kleid: Peopletree (fair + bio), Strumpfhose: Swedish Stockings (fair + recycelt), Hut & Schuhe: geliehen/second hand

Kanntet ihr Peopletree schon? Ich bin jedenfalls ganz entzückt von so viel Engagement und toller Mode!

Alles Liebe,



Einmal faire Kissen, bitte.


"Wie man sich bettet, so liegt man." Oder so ähnlich. Tatsächlich verbringen wir ja fast ein Drittel unseres Lebens im Schlafzimmer - also viel mehr Zeit als in irgendeinem anderen Zimmer. Schon mal darüber länger nachgedacht? Also im Bezug auf Einrichtung bin ich noch lange nicht da, wo ich gerne hin möchte, aber nach und nach gestalten wir unsere Einrichtung immer ein bisschen nachhaltiger. Baby steps eben.

Nachhaltige Alternative zu Daunen-Kopfkissen

Ein ziemlich wichtiger Aspekt ist eben also das Bettzeug - und wenn schon mal jemand nach weißer Bio-Baumwoll Bettwäsche in Übergröße 200 x 220 cm gesucht hat, weiß, dass es ein schier unmögliches Unterfangen ist. Ich hab es wirklich versucht, akribisch alle Seiten von Hessnatur über Grüne Erde bis hin zu Waschbär durchkämmt, bei Amazon recherchiert, google durchforstet, aber es ist und bleibt: unmöglich. Erfreulicher aber meine Suche bzgl. dem Innenleben jener Bettwäsche:
Bei Westwing habe ich neulich diese wunderbar fluffig aussehenden Kopfkissen von der Marke Hefel entdeckt. Eine österreichische Traditionsmarke, die u.a. innovative, natürliche Materialien wie Holzfasern verwendet und ihre Kissen so mit Tencel füllt. Das finde ich eine großartige Alternative zu Daunen, die von Vielen wegen ihrer technischen Eigenschaften zwar hochgelobt werden, aber von Tierrechtlern wegen der grausamen Gewinnung verurteilt werden. Zu Recht. Kaum ein Unternehmen kann die Herkunft der Federn vollends nachvollziehen und obwohl der Lebendrupf in Deutschland offiziell verboten ist, ist das im Ausland leider noch Gang und gebe. Es gibt sogar Gänserupfmaschinen (welcher Mensch denkt sich so etwas Schreckliches aus!?) um möglichst schnell an möglichst viele Federn zu kommen. Damit die Menschen sich dann da gemütlich drauflegen können – bei dem Gedanken schaudert es mich.
Aber hier soll es nun also um die Alternativen gehen: Tencel ist sehr flauschig und gleichzeitig atmungsaktiv, da es Feuchtigkeit gut aufnimmt und auch wieder abgibt - besser sogar als Baumwolle! Als nachwachsender Rohstoff ist es deutlich umweltfreundlicher als z.B. Polyester Füllungen und eben tierfreundlicher als Gänsefedern. Und noch ein Bonus: die Firma Hefel produziert tatsächlich noch in Österreich (Weberei, Veredlung, Krempelei, Stepperei, Design und Konfektion) und die Kissenhüllen sind auch noch aus Bio-Baumwolle. Da schlug mein grünes Herz ja gleich höher. :)


Als ich mich also fröhlich durch die aktuellen Westwing Sales* klickte, war ich ganz entzückt, die Hefel Kissen dort zu entdecken. Mit 44€ pro Stück zwar natürlich teurer als die Standard Variante von Ikea oder gar Aldi, aber eine noch erschwingliche Investition, die jetzt für hohen Schlafkomfort und ein gutes Gewissen meinerseits sorgt. Schließlich kauft man sich ja nicht alle zwei Monate ein neues Kopfkissen, sondern hat in der Regel ziemlich lange was davon.


Übrigens finde ich, dass nichts ein Bett gemütlicher aussehen lässt, als ein paar dicke, flauschige Kopfkissen zusammen mit noch mehr schön hindrapierten Dekokissen (sehr zum Leidwesen meines Lieblingsmanns). Ok, ein kleines schnurrendes Miezekätzchen on top of all that wäre quasi noch das Sahnehäubchen auf meiner persönlichen Gemütlichkeitsskala. Aber das muss noch ein bisschen warten – und bis dahin bin ich sehr zufrieden mit meiner neuen Errungenschaft und kann sie euch nur wärmstens empfehlen. Bei Westwing gibt’s auch immer mal wieder Sales mit nachhaltigen Marken, bei denen der Einkauf dann doppelt viel Spaß macht. Das nächste Projekt wäre da nämlich, neben der Bettwäsche, eines Tages noch die Bettdecke... ;-)

Alles Liebe,
*dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit Westwing entstanden.
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