Nachhaltige Geschenkideen + Gewinnspiel

Ihr Lieben, Weihnachten naht! Wahrscheinlich seid ihr euch dessen schon bewusst und habt schon literweise zimtigen Glühwein und gebrannte Mandeln konsumiert  - so geht es mir zumindest. Ich mag ja die Weihnachtszeit sehr gern und freue mich über gemütliche Kuschelabende, erste Schneeflocken und Lichterketten. Das Weihnachtsfest an sich habe ich aus meiner Kindheit ebenfalls noch in sehr guter Erinnerung, obwohl ich als (quasi) Erwachsene auch gemischte Gefühle habe. Leider bedeutet Weihnachten heutzutage auch oft Stress bezüglich Terminen, unnötigen Konsum und Geschenke, die man nicht braucht. Oder eben die hektische Suche nach Dingen, die man verschenken könnte, und hoffen, dass der Beschenkte sie auch gebrauchen kann.



Generell bin ich ja ein großer Freund von Zeitgeschenken und gemeinsamen Aktivitäten, da Zeit doch das größte und wertvollste Geschenk ist, das man machen kann. Da das aber faktisch nicht immer umsetzbar ist, habe ich heute einige schöne, nachhaltige Alternativen rausgesucht, die ihr in Betracht ziehen könnt. Und das Beste daran: Ihr könnt sie auch noch selbst gewinnen!

Hinterlasst mir einen Kommentar mit eurem Wunschgeschenk bis zum 15.12.17 und ich ziehe insgesamt 5 Gewinner, die ich in der darauffolgenden Woche auf dem Blog und auf Instagram verkünden werde. Ihr müsst mir dann nur noch rechtzeitig antworten, damit euch die schönen Dinge auch bis Weihnachten erreichen. Ob ihr sie euch dann selbst schenkt oder schon eine Idee habt, wem ihr damit eine Freude machen könnt, bleibt euch natürlich selbst überlassen. :)

50€ Gutschein für Sinfinis, den nachhaltigen Online Shop



Bei Sinfinis findet ihr sowohl wunderschöne Interior Produkte, als auch Fair Fashion Basics, Schmuck und Pflegeprodukte. Quasi alles, was das nachhaltige Herz begehrt! In diesem Beitrag habe ich euch schon mal drei Produkte von Sinfinis vorgestellt: eine Soja-Kerze, eine Bambusschale und eine Tischdecke, alles fair hergestellt. Hier dürfte es leicht sein, etwas Schönes und Nützliches zu finden. Und ihr unterstützt dabei auch noch eine gute Sache, denn die beiden Gründerinnen haben sich erst letztes Jahr dazu entschlossen, sich selbstständig zu machen, um Teil einer nachhaltigen Bewegung zu werden. Sehr sympathisch!


Ein Geschenkset von BE [...] MY FRIEND

Ein kleines, feines Label aus Österreich: Die veganen Kosmetikprodukte von BE ... MY FRIEND werden nachhaltig produziert, enthalten natürliche Rohstoffe und sind vielseitig anwendbar. So ist z.B. die Bodylotion auch gleichzeitig Handcreme, die Seife auch Duschgel und das Peeling mit Steinsalz auch gleichzeitig als Badesalz einsetzbar.  Die Verpackungen sind außerdem nicht nur recycelbar, sondern auch wiederverwendbar. Das gefällt mir. Vom Design ganz zu schweigen :) Als schöne Geschenkidee kannst du hier ein Set aus Seife, Lotion und Lippenbalsam gewinnen - zum selber verwöhnen oder weiter schenken!

Ein paar Sneaker deiner Wahl von Ethletic



Fair produziert, vegan und 100% Bio-Baumwolle - was gibt's da noch für einen Grund, nicht umzusteigen? Ethletic stellt sicher, dass jeder Mitarbeiter für seine Arbeit gerecht entlohnt wird und entwickelt Produkte auf der Basis einer zertifizierten Fairtrade Wertschöpfungskette. FairDeal Trading zahlt für die Verarbeitung einen Fairtrade Aufschlag, der für die Gesundheitsversorgung und für soziale Projekte genutzt wird. Das finde ich großartig! Wenn ihr diesen Gewinn möchtet, dürft ihr euch ein paar Sneaker eurer Wahl in eurer Größe aussuchen.


Stylische T-Shirts von Funktionschnitt im Wert von 50€



Die schönen Shirts von Funktionschnitt sind nicht nur fair produziert, sondern auch in unterschiedlichsten Materialien und Schnitten zu haben: hier ist für jeden das richtige Lieblingsshirt dabei! Das Kölner Unternehmen produziert nachhaltig in Portugal und bietet dabei alles von Bio-Baumwolle über Kaschmir, Leinen über Tencel an, sowohl für Männer als auch Frauen, und ich bin von der Qualität absolut überzeugt. Wenn ihr noch auf der Suche nach einem tollen Basic seid, dürft ihr euch über einen 50€ Gutschein für den Funktionschnitt Online Shop freuen. Hier habe ich die Marke schon mal näher vorgestellt. Ganz neu im Sortiment ist übrigens das schöne olivefarbene Longsleeve mit Highneck. Optimal für den Zwiebellook im Winter und warme Weihnachtsfeiertage.


Hiro Naturkosmetik Set



Kenne ich erst seit Kurzem, aber bin total angetan: die wunderschön designten Kosmetikprodukte von Hiro. Sie sind nicht nur stylisch, sondern eben auch 100% natürlich, vegan und tierversuchsfrei. Tatsächlich werden bei konventionellen Produkten noch sehr häufig tierische Inhaltsstoffe verwendet: von Schildläusen für rote Farbpigmente über Glycerin aus Rindertalg in Cremes oder Fischschuppen in Lidschatten (ich frage mich manchmal, wer kommt auf solche Ideen!?) - bei Hiro ist zum Glück all das tabu. Zu gewinnen gibt es also ein schönes Set aus Mascara nach Wahl, Wimpernzange und 3 gepressten Eyeshadows deiner Wahl, zusammen mit einer hübschen Bag. Da macht das weihnachtliche Aufhübschen gleich doppelt Spaß. 

Noch mehr Inspiration benötigt? Im letzten Jahr habe ich euch auch schon einige fair produzierte und/oder nachhaltige Ideen zusammen gestellt, die natürlich nach wie vor eine feine Sache sind. Nachhaltig=auch im nächsten Jahr noch eine Freude! Einmal hier entlang. 

Ich bin gespannt, was ihr euch am meisten wünscht und drücke euch die Daumen! :-) Am besten schreibt ihr neben eurem Vornamen auch noch euren Ort und wenn ihr habt, IG-Account dazu, damit ich euch auch gratulieren kann. Also z.B. Matilda aus Hamburg, @matildaHH.

Alles Liebe,
eure Corinna


Transparenz: Dieser Post entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit den beschriebenen Firmen.

Wieso man für einen JGA KEIN T-Shirt braucht



Kennt ihr das? Eine liebe Freundin heiratet bald, also werden natürlich alle ganz wuschig: ein Plan für einen aufregenden Junggesellinnenabschied muss her! Auch wenn die Ausführung des Events natürlich jedem selbst überlassen sein soll, sieht man in der Innenstadt besonders am Wochenende Horden von Junggesell(inn)en in passend bedruckten T-Shirts rumlaufen, die gerne auch noch etwas verkaufen wollen. Und ich bin leider der Spielverderber, denn ich finde die T-Shirts dafür: absolut unnötig.
Man trägt sie genau einen Tag lang, keiner findet sie wirklich schön, und danach landen sie als Schrankleiche irgendwo in der hinteren Ecke. Denn wer zieht schon gerne in seiner Freizeit mal ein Shirt mit bedeutungsvollen Sprüchen wie "Team JGA" "Ja, sie will" oder "Game over" an? Richtig, keiner.
Dennoch sind alle Feuer und Flamme dafür, 20€ auszugeben, multipliziert mit zehn bis zwanzig feierfreudigen Personen, für ein Kleidungsstück, das man einmalig trägt. Was man schnell dabei vergisst ist, dass so ein T-Shirt, wie alle andere Kleidungsstücke, erst mal produziert werden muss: Baumwolle wird gepflanzt, bewässert, mit Düngemittel und Pestiziden besprüht, geerntet, gereinigt, gesponnen, gefärbt, gewebt, zugeschnitten, zusammengenäht, von Asien nach Deutschland geschippert und dann zur Krönung noch individuell bedruckt. Der Aufwand, der in so ein Shirt fließt, das man absehbarerweise wenn's hoch kommt 12 Stunden trägt, ist aus ökologischer sowie ethischer Sichtweise einfach absurd. Und ja, in der Regel werden auch hier die billigsten T-Shirts genommen, die irgendwo in Bangladesch oder in Vietnam dafür sorgen, dass jemand für einen Hungerlohn Überstunden in einer dreckigen Fabrik leistet. Das Bewusstsein für diese Tatsache: gleich Null.

Muss es also wirklich sein? Ich denke, es geht auch wunderbar ohne extra bedruckte Shirts für einen Tag. Man kann sich ja auf eine gemeinsame Farbe einigen, wenn man unbedingt der Welt zeigen möchte, dass man zusammen gehört. Was in der Regel unübersehbar ist. Man kann sich auch ein Accessoire basteln, einen Button gestalten oder der Braut selbst im Notfall noch ein T-Shirt bedrucken lassen, bei dem man zumindest auf ein gutes Shirt achtet (bei Grundstoff gibt es z.B. faire Bio-Baumwollshirts unter 15€). Aber selbst davon bin ich kein Fan, denn ganz ehrlich: braucht die Braut das? Freut sie sich wirklich darüber? Wird sie beim Anblick des Shirts jedes Mal in entzückte Erinnerungen verfallen, die sie nicht auch beim Betrachten eines Fotos hätte? Wenn die Antwort auf alle Fragen ja ist, ok.
Aber eigentlich geht es beim Junggesellinnenabschied doch darum, die zukünftige Braut ordentlich zu feiern, zu beglückwünschen und Zeit mit den liebsten Freundinnen zu verbringen. Natürlich soll es ein denkwürdiger Tag oder Abend werden, aber der Druck eines T-Shirts trägt doch recht wenig zum Erfolg des Ganzen bei. Ich bin übrigens ganz froh, dass meine Freunde mich so gut kannten, dass sie wussten, dass ich mich darüber nicht freuen würde. Der Turnbeutel, den ich an dem Tag tragen durfte, verrät nur das Datum und eine Liedzeile, die mir sehr am Herzen liegt. Den trage ich auch so gerne noch.

Wie steht ihr zu dem Thema? Habt ihr schon ein JGA T-Shirt im Schrank liegen und tragt ihr dieses womöglich noch? Ich bin gespannt.

Alles Liebe, 
eure Corinna

Puristisch, feminin, nachhaltig: AIKYOU Lingerie

Sie haben lange danach Ausschau gehalten, waren aber nie so richtig erfolgreich auf der Suche nach einem perfekten BH für kleine Brüste, der auch noch fair und nachhaltig produziert wurde. Also haben sie beschlossen, sich selbst darum zu kümmern: Gabriele Meinl und Biana Renninger sind die beiden Gründerinnen hinter dem Damen-Unterwäsche Label AIKYOU aus Karlsruhe.


Und ich kann ihre Gedanken gut verstehen, denn in der Tat ist es ein schwieriges Unterfangen. Die meisten Dessous von den gängigen Firmen werden in China, Bangladesch oder sonstwo produziert und bestehen oft zu 100% aus Chemie: Polyester, Polyamid, Polyacryl. Schaut mal auf das kleine Etikett eurer Unterwäsche, damit ihr eine Ahnung habt - schon mal darauf geachtet? Von den Herstellungsbedingungen ganz zu schweigen.
Das wollten die beiden Gründerinnen ändern und haben es selbst in die Hand genommen. Das Ergebnis: wunderbar weiche Bio-Baumwolle, klare Schnitte und sportlich-feminine Styles. Dabei werden die Stoffe in Deutschland hergestellt und in einer Fairtrade Näherei in Kroatien konfektioniert. Ich finde: sorgt für gutes Karma und ist wirklich super angenehm auf der Haut!
Die Kollektion ist dabei klein, aber fein, eben aufs Wesentliche konzentriert. Außerdem gibt es auch noch zwei Modelle mit speziellen Prothesen BHs, die kleine Taschen haben, um Brustprothesen zu integrieren. 

BH Mia und Höschen Coco in rosegrey, beide aus Bio-Baumwolle und mit transparentem Tülleinsatz

Bianca und Gabriele waren so nett, mir ein paar Fragen zu beantworten. Viel Spaß bei dem Interview:

Welche Veränderungen wünscht ihr beiden euch in der Textilindustrie?

Bianca: Am Dringendsten erscheinen uns Schritte weg von der Fast Fashion, also der Herstellung und dem Konsum von immer mehr Kleidung. Besser wäre auch hier „weniger, aber hochwertiger“.

Der Name AIKYOU kommt aus dem Japanischen. Habt ihr eine spezielle Verbindung zu Japan?

Gabriele: Mit Japan verbindet uns ein ästhetisches Interesse an der Konzentration auf das Wesentliche. In einem westlichen Sinne sagen wir gerne, dass wir den „kleinen schwarzen BH“ designen, so wie Coco Chanel einst das Kleine Schwarze kreierte: etwas, das man zu allen Gelegenheiten tragen kann, weil es durch seine Schlichtheit die Persönlichkeit und Ausstrahlung seiner Trägerin in den Vordergrund rückt, dabei aber stets feminin und sexy ist.

Was ist euer beruflicher Hintergrund, kommt ihr aus der Textilindustrie?

Bianca: Wir kommen ursprünglich aus dem Marketing, wollten aber schon lange unseren Herzenswunsch realisieren und endlich die Unterwäsche herstellen, die unserer Meinung nach auf dem Markt fehlt: umweltfreundlich hergestellt und speziell für kleine Brüste, ganz ohne Bügel und Push-ups – denn kleine Busen sind wunderschön, so, wie sie sind.


Wie groß ist euer Team?

Gabriele: Unser Kernteam besteht nach wie vor aus uns beiden, aber ergänzt durch einen festen Stamm an freien Mitarbeitern. So haben wir in allen Bereichen tolle Spezialisten, und doch kann jeder ganz flexibel arbeiten


Wieso habt ihr euch für das Fairtrade und GOTS-Siegel entschieden?

Gabriele: Solche Siegel unterstützen uns natürlich, z.B. in puncto Transparenz. Wir achten aber grundsätzlich darauf, auch darüber hinaus, in allen Bereichen unseres Unternehmens so nachhaltig wie möglich zu arbeiten.


Auch wenn eure Einstellung ist, dass man kleine Brüste nicht „pushen“ muss, gibt es ja doch einige Frauen, die gerne Schalen-BHs tragen. Wäre das für euch keine Option?

Gabriele: Wir haben uns ganz bewusst gegen solche Einlagen entschieden. Denn sobald so ein Padding mit eingenäht wird, kann sich ein BH nicht mehr an die individuelle Brust anpassen. Deshalb haben wir in unserem Konzept diesem Punkt Vorrang gegeben.


Tragt ihr selbst noch andere Marken oder nur noch ausschließlich AIKYOU?

Bianca: Ausschließlich AIKYOU. Wir müssen ja allein schon dauernd unsere Prototypen tragen und testen. ;-)


Ich hoffe, euch hat der kleine Einblick gefallen. Habt ihr euch schon mal Gedanken zu den Materialien oder Produktionsbedingungen eurer Wäsche gemacht? Tatsächlich habe ich selbst auch eine Weile gebraucht, mich näher mit dem Thema nachhaltige Unterwäsche auseinander zu setzen, was mir im Nachhinein aber fast schon absurd erscheint: ist es doch die Unterwäsche, die uns am nächsten kommt und deren Materialien auf unserer Haut absolut wichtig sein sollten. Die Dessous von AIKYOU finde ich wirklich wunderschön und die Stoffe sind absolut angenehm, obwohl ich aus Gewohnheit eigentlich eher BHs mit Schale trage. Ich werde diesen Soft-BH aber in den nächsten Wochen noch öfters tragen und ausprobieren, wie es sich mit verschiedenen Outfits anfühlt.
Falls ihr selbst in den Genuss von AIKYOU Wäsche kommen wollt, schaut einfach mal im Online Shop vorbei. In Stuttgart könnt ihr die feinen Stücke übrigens auch bei Glore oder Greenality finden und vor Ort anprobieren. 


Euch allen eine schöne Woche!
Alles Liebe,
eure Corinna


*in freundlicher Kooperation mit AIKYOU

Cabin in the woods: Urlaub im französischen Jura


Hach, das Leben kann so schön sein! Wir sind zurück aus dem Urlaub und haben die entschleunigten Tage in der Natur wirklich sehr genossen - diese Auszeit war wirklich längst überfällig! Vorab muss ich sagen, dass wir wirklich größtes Glück mit dem Wetter hatten. Es hat nur einen Tag genieselt und den Rest der Zeit war es herrlich sonnig und einfach traumhaft zum Wandern! Hier ein paar Impressionen von euch von der Gegend, die wir besucht haben:



Man muss ja einfach sagen, dass Seen die Lebensqualität ungemein erhöhen, oder? Und davon gibt es im Jura wirklich einige! Wir sind sowohl durch Wälder, an Flüssen entlang, zu kleinen Wasserfällen und um die vier Seen bei Ilay gewandert, als auch um den See von Les Rousses, den ihr jetzt auf diesen Bildern sehen könnt und es war so WUNDERBAR RUHIG!
Zugegeben, es ist auch Nebensaison Anfang November, aber das hat einfach so gut getan. Zusätzlich dazu haben wir, wie im letzten Post schon angekündigt, die letzten paar Nächte auf einer rustikalen Almhütte verbracht. Diese war zwar ohne Strom und warmes Wasser, dafür aber in der malerischsten Natur gelegen und Tobi und ich haben es wirklich sehr gefeiert.


Gegen halb sechs wurde es abends ja schon dunkel und da hieß es dann bei Kerzenschein weiter lesen, kochen oder einfach nur dasitzen und die frische Luft genießen. Ein Traum! Außerdem erdet so eine Unterkunft ohne die ganzen Annehmlichkeiten, die man sonst so hat, unheimlich. Das Handy wurde -wenn überhaupt- nur kurzzeitig angemacht, denn es hieß Akku schonen für den Notfall; Fernseher oder Laptop gab es ohnehin nicht, und das nicht vorhandene Badezimmer haben wir nur begrenzt vermisst. Im tiefsten Winter wäre es vielleicht etwas ärger, wenn man nachts mal aufs Klo und dafür in den Wald stiefeln muss, aber für ein paar Tage kann man es doch ganz gut aushalten.
In der Küche gab es einen Wasserhahn, aus dem (kaltes) Regenwasser kam, das gesammelt wird, und das konnte man sich dann auf dem Ofen warm machen, um Katzenwäsche zu betreiben. Aber zur Not geht es auch mit kaltem Wasser - da wird man auch richtig wach! :D
Insgesamt jedenfalls habe ich die Stimmung auf der Hütte und der Umgebung total geliebt und es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir da waren! Wir haben abends sehr lecker gekocht, einen guten Rotwein genossen und den Kamin angemacht. Wenn man so dem laut knisternden Feuer zuhört und sich an den Flammen wärmt, fehlt einem wirklich nichts. 




Morgens hat Tobi dann schnell das Feuer gestartet, denn dann war es doch recht frisch überall, und nach einer Weile konnte man sich dann schon in die Sonne setzen und dort einen heißen Tee oder Kaffee genießen. Übrigens: wenn man nicht mit einem Kamin oder Ofen aufgewachsen ist, muss man das mit dem Feuer Machen erst mal lernen. Diese Holzscheite fangen nämlich nicht so ohne Weiteres an zu brennen!^^ Aber gut, wir sind besser darin geworden. Das Sahnehäubchen der Unterkunft waren für mich dann die beiden lieben Katzen, die dort gewohnt haben, und öfters zum Schmusen vorbei kamen. So muss Urlaub sein.

Die beiden Shirts sowie auch die Mütze sind übrigens fair + nachhaltig produziert von Dedicated

Frühstück mit Aussicht. 
Lac de L'Abbaye

Da wir jetzt also wirklich öfters mal wandern (oder zumindest: länger in der Natur spazieren) gehen, bin ich jedenfalls auf der Suche nach ein paar nachhaltigen, möglichst veganen Wanderschuhen. Ich hab schon eine Weile recherchiert, aber es ist gar kein so leichtes Unterfangen kann ich euch sagen. Wenn jemand Tipps hat, immer her damit! Ansonsten hoffe ich, der kleine Urlaubseinblick hat euch gefallen und wünsche euch eine schöne Woche!

Alles Liebe,
eure Corinna

Zeit für Herbsturlaub


Ein kurzes Hallo kurz vor unserem Herbsturlaub! Gefühlt ist schon bald wieder Weihnachten (also fast), aber die Temperaturen sind immer noch mild, die Sonne verwöhnt uns, das Herbstlaub auf dem Boden weht umher und raschelt. Ich hab das Gefühl dieser Herbst ist der schönste seit wirklich langer Zeit! Oder ist das nur mein persönliches Empfinden?

Morgen jedenfalls geht es für Tobi und mich endlich nochmal in den Urlaub! Die letzten paar Monate waren turbulent und vollgepackt, daher freuen wir uns beide umso mehr, einfach für ein paar Tage zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen. Wir fahren auf nach Frankreich ins Jura, wo wir ein bisschen wandern gehen, die Natur erkunden und ganz viel Ruhe genießen werden. Besonders freue ich mich auf unsere zweite, rustikale Unterkunft: eine uralte Hütte ohne Strom, WLAN oder fließendes Wasser. Es gibt einen Ofen, für abends Kerzen und ganz viel grün rund herum. Außerdem zwei Katzen und ein paar Kühe in der Umgebung. Klingt traumhaft, oder? Ich werde euch dann davon berichten, wie wir es fanden. :)

Das Kleid auf den Bildern habe ich übrigens aus Kleiderkreisel geschnappt und den Hut im neuen Vintage Markt in Stuttgart entdeckt. Den werdet ihr sicher noch öfter bei mir sehen ;-)


Bis bald!
Eure Corinna

Greenwashing-König H&M verbrennt Neuware


Das ist mal wieder Greenwashing par excellence: H&M schreibt sich groß "Garment Collecting und Recycling" auf die Fahnen, wirbt auf seiner Website mit sozialer und ökologischer Verantwortung und macht dann - genau das Gegenteil.

Schön für H&M, wenn die Kunden sich nicht groß informieren, aber das gute Gefühl haben, dass man sich irgendwie engagiert. Es klingt aber auch alles so gut: H&M Kleidung ist modisch, preiswert, qualitativ hochwertig und auch noch gut für die Umwelt. Denn dafür gibt's ja extra die Conscious Collection und große Recycling Stationen in den H&M Läden - wenn es ausgetragen ist, bringen wir es einfach zurück und H&M recycelt dann einfach alles zu neuen, schönen und kostengünstigen Teilen. Und jeden Freitag Abend tanzen alle Mitarbeiter mit den Produzenten im Kreis und spielen Ringelpiez mit Anfassen.

Die Realität sieht leider so aus, dass ein dänisches Fernsehteam kürzlich berichtet hat, was wirklich passiert: in der dänischen Stadt Roskilde werden schon seit Jahren jedes Jahr ca. 12 Tonnen Kleidung verbrannt. Neuware, teilweise mit Etiketten. H&M Deutschland tut erst mal überrascht und laut Stellungnahme erklärt man dann, es handele sich bei der verbrannten Ware um Mängelexemplare mit Wasserschäden oder zu hohen Schadstoffwerten. Komisch nur, dass die Reporter in ihrer Laboruntersuchung davon nichts feststellen konnten. Und dass 12 Tonnen eine ganze Menge Zeug sind, weshalb H&M a) wirklich schlechte, höchst undichte Lager haben muss bei so viel Schimmelkleidung oder b) wirklich bedenklich viel Stoff verpestet wurde (Nebenfrage: wie kommt es eigentlich dazu? Zu viel Gift in die Farbe gekippt?). Nochmal kurz zum Veranschaulichen: Zwölf.Tonnen. Eine Tonne = 1000 Kilogramm. Mal Zwölf. Jedes Jahr. Auf der Firmenwebsite steht dabei zum Thema Nachhaltigkeit: "Kurzfristig wollen wir verhindern, dass Textilien auf der Mülldeponie landen. Langfristig soll der Textilkreislauf geschlossen werden." Aha, das macht Sinn.

Fast Fashion Riesen wie H&M produzieren in der Regel gigantische Mengen, die sich eben mal besser, mal schlechter verkaufen. Da es aber in der nächsten Saison ganz andere Trends gibt, die an den Mann gebracht werden müssen, wäre es ja eine Option, die Überbestände einfach zu verbrennen - ist wahrscheinlich billiger so. Der absurde Kontrast zwischen Marketing Statements und Realität.

Immer wieder stelle ich mir die Frage, ob es nicht gut ist, dass Konzerne wie H&M sich für "Nachhaltigkeit" einsetzen; sind es doch die Großen, die wirklich etwas in der Industrie verändern könnten. Wenn die Inditex Unternehmen wie Zara, Bershka und Co oder eben H&M langfristig auf Bio-Baumwolle und faire Produktionsbedingungen umstellen würden, wären wir einer besseren Welt schon ein ganzes Stückchen näher*.  Und ich selbst denke mir ja immer, jeder Schritt in die richtige Richtung ist doch ein guter, also auch Baby Steps wie Recycling Programme oder eine Conscious Collection. Dann kommt so ein kleiner Skandal ums Eck und ich denke mir, wir sind eben doch noch sehr weit davon entfernt, dass internationale Großkonzerne die Welt positiv verändern. Leute, lasst euch nicht für dumm verkaufen. Ich bin ziemlich davon überzeugt, wer bei H&M einkauft, unterstützt damit nichts Gutes, Recycling Kampagne hin oder her.


Hier könnt ihr euch das Video vom Sender TV2 anschauen, wenn auch auf dänisch. Die Bilder sprechen trotzdem für sich.


[*abgesehen davon, dass die Bauern von konventionellen Baumwollfeldern dann erst mal arbeitslos wären und es fraglich ist, ob eine wirklich faire Produktion in solchen Mengen überhaupt möglich ist. Aber das ist ein anderes Thema].
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