Rustikale Gartenhochzeit : So haben wir im kleinen Kreis nachgefeiert


Wie ihr ja mitbekommen habt, haben wir unsere Hochzeit in trauter Zweisamkeit auf Bali verbracht und sind auch im Nachhinein noch sehr froh über diese Entscheidung. Natürlich wollten wir diese schöne Erlebnis aber nicht komplett ohne Familie feiern - wir wollten nur den Moment an sich für uns behalten und uns um nichts und niemand kümmern müssen. Das haben wir dann im Nachhinein im kleinen Rahmen noch nachgeholt und eine Gartenparty mit der Familie gefeiert.


Das Fest an sich war auch wirklich schön und es war wunderbar, alle unsere Lieben zusammen vereint zu haben! Nichtsdestotrotz ist so eine Feier in Eigenregie, auch wenn nur für 30 Menschen, doch auch ein ganz schöner Aufwand - sollte es also euer Hochzeitsfest sein, dass ihr so plant, kann ich euch nur wärmstens empfehlen, genau zu planen, früh anzufangen, Aufgaben abzugeben und wenn möglich, vielleicht sogar jemand einzustellen, der mit Wegräumen, Aufräumen, Catering etc. hilft, sonst ist man nur am rotieren und kann es nur schwer genießen.


Tipps für die (nachhaltige) Gartenparty-Deko

Ich gebe euch einen kleinen Einblick in unser Feier und Deko, die zwar simpel und einfach war, aber für unsere Zwecke gerade richtig. Wir haben uns bemüht, das Ganze so nachhaltig wie möglich zu gestalten, da ja leider bei einer Feier immer auch viel Müll entsteht. Viele Dinge konnten wir zum Glück secondhand kaufen (wie z.B. die Jute-Girlande, die Tafeln oder die Tischläufer): dafür kann ich euch nur empfehlen, den verschiedenen Facebook Gruppen beizutreten. Bei mir ist das z.B. Bräute in Stuttgart und Umgebung oder Brautgeflüster, wo auch immer mal wieder Hochzeitsdeko günstig abgegeben wird. Als einfache Tischdeko haben wir Baumscheiben aus dem Garten (danke an Tobis Papa!), alte Weinflaschen als Kerzenhalter und kleine Smoothie- bzw. Saftfläschchen als Blumenvasen genommen. Ein bisschen zusammengeschustert, aber ich mag diesen rustikalen Look. Die Lichterkette am Zelt hatten wir noch Zuhause und die Pompoms haben wir selbst aus Servietten gebastelt (hier geht es zur Anleitung). Ja, Tobi hat fein mitgeholfen. :)  Tipp: bei den Servietten auf Recycling oder FSC-Servietten achten. Die Biester brauchen schon so 5-10 Minuten pro Pompom und benötigen daher etwas Geduld. Lässt sich aber auch schön nebenher beim Fernsehen o.ä. machen und sind gar nicht schwierig. Die Candy Bar Girlande habe ich auch selbst gebastelt und war super einfach. Hier gibt es dafür eine Vorlage zum Ausdrucken der Buchstaben!


Wir haben es so gemacht, dass es nachmittags ein Kuchenbuffet gab, zu dem unsere Familie auch fleißig beigetragen hat, und abends dann ein Catering, zu dem das Geschirr mitgeliefert wurde. Einweggeschirr ist mir ja generell ein Graus, da man am Ende einfach nur Berge von Plastikmüll hat. Trotzdem lässt es sich manchmal nicht komplett vermeiden, weil wir z.B. nicht ausreichend Geschirr für alle gehabt hätten, am nächsten Tag auch noch Besuch hatten und zwischendurch Spülen einfach keine Option war. Also habe ich nach möglichst nachhaltigen Alternativen gesucht und bin fündig geworden! Bei kaufdichgruen.de* gibt es richtig tolle Teller und Schalen aus Palmblättern, die optisch auch noch viel schöner aussehen als jeder Plastikteller. Noch dazu sind sie ein 100% natürliches Abfallprodukt, das unter sozialen Bedingungen hergestellt wird. Sie sehen super hochwertig aus und sind dabei sogar noch kompostierbar. Wenn man nur trockene Speisen drauf hat, kann man sie sogar wiederverwenden, was ich richtig klasse finde. Unsere Gäste waren auch sehr angetan von der schönen Alternative.


Jeder Teller hat eine leicht unterschiedliche Maserung und ist daher ganz individuell.
Die Palmen werfen übrigens mehrmals im Jahr ihre Blätter ab, aus denen dann dieses schöne Geschirr hergestellt werden kann. Die Kaffeebecher sind aus Karton und Bio-Kunststoff, ebenfalls kompostierbar. Wir hatten auch sehr schöne durchsichtige Becher für die kalten Getränke: diese waren aus fermentierter Maisstärke und sind ohne Weichmacher und Schadstoffe - ebenfalls kompostierbar.
Man muss sich nur umschauen; es gibt wirklich für alles eine bessere und umweltfreundlichere Lösung, als zum 1€-Laden zu gehen und die billigsten, erdölbasierten Plastikteile zu kaufen.  Der Online Shop kaufdichgruen.de bietet dabei alles, was man sich für eine möglichst umweltfreundliche Party wünschen kann - und darüber hinaus auch ein paar Haushaltsartikel und Naturkosmetik.







Das Sprossenfenster habe ich euch in diesem Beitrag schon mal vorgestellt - ein sehr einfaches DIY. :-) 


Gewinne eins von zwei nachhaltigen Grillpaketen von Kaufdichgrün!

Das Beste zum Schluss: bei diesen Temperaturen gibt es eigentlich nichts Schöneres, als draußen zu essen und zu grillen, oder? Das Feine ist, ich darf unter euch auch zwei komplette Partypakete aus nachwachsenden Rohstoffen verlosen! Kommentiere einfach unter dem Post, welche Party du als Nächstes planst (oder vielleicht einfach Picknick im Park?), für die du das Set gerne verwenden würdest. 

Zu gewinnen gibt es 2 Pakete bestehend aus: je 12 Palmblatttellern in groß und klein, 12 Palmblattschalen, passendes Holzbesteck, 12 Bioplastikbecher 200ml, 12 Weingläser, bunte Strohhalme, Grillanzünder aus Nadelholz aus zertifiziert nachhaltiger Forstwirtschaft sowie eine Bambusschüssel mit passendem Besteck. Vielen Dank an kaufdichgruen.de für diesen großartigen Gewinn!

Ich lose am 07.07. um 24 Uhr die beiden Gewinner aus! Alle anderen können bis dahin schon einen 10% Rabattcode genießen, indem ihr beim Checkout auf kaufdichgruen.de den Code kundk10 eingebt. :)





Ich bin gespannt, von euren Partyplänen zu hören und freue mich auf eure Kommentare!

Alles Liebe,
eure Corinna


*in freundlicher Kooperation mit kaufdichgruen.de

Fair Fashion Sommer-Outfit


Was passiert, wenn man sich eine fair produzierte, high-waisted Culotte a.k.a Hosenrock wünscht, aber nirgends richtig fündig wird? Na? Richtig, selbst ist die Frau. Ich habe also meine wunderschöne high-waisted Bio-Baumwoll Hose von Jyoti* (aus diesem Beitrag) kurzerhand abgeschnitten und umgenäht. Erst war ich etwas zögerlich, da ich das gute Stück ja nicht ruinieren wollte. Dann hab ich mir aber gedacht, was kann schon passieren. Der Stoff ist einfach so schön! Und gerade abschneiden und umnähen kriege ich auch als Nähanfänger gerade noch so hin. Und was soll ich sagen? Ich liebe sie! Jyoti, falls ihr das lest, ihr solltet so eine Variante unbedingt mit ins Sortiment aufnehmen! :)





 
Das T-Shirt* ist von der schwedischen Fair Fashion Marke Dedicated und aus 100% Bio-Baumwolle. Der hübsche Print erinnert mich immer ein bisschen an unseren Kanada Urlaub und hat sich wahrscheinlich deswegen auch zu einem meiner absoluten Favoriten gemausert. Die Schuhe sind von Vegetarian Shoes (über avesu), die Handtasche secondhand und die Brille und Uhr sind von Kerbholz



Wie gefällt euch meine Variante der Hose?
 
Alles Liebe und genießt diese wunderbaren Sommertage!
eure Corinna

Easy DIY: vintage Sprossenfenster


Hach, dieser Sommeranfang ist aber auch ein Traum, oder? Ich könnte eigentlich gerade jeden Tag am See oder im Park in der Sonne verbringen! Passend zum Wetter habe ich ein schönes, einfaches DIY-Projekt für euch, das ihr wunderbar zuhause nachbauen könnt, um euch ein bisschen Sommerfeeling in die Wohnung zu holen. Wie ihr mittlerweile bestimmt schon wisst, bin ich ein großer Vintage Fan: Es ist einfach toll, alte Möbelstücke oder Accessoires mit einer Geschichte aufzupolieren oder umzugestalten. So hat man am Ende ein individuelles Dekostück und schont dabei auch noch die Ressourcen der Natur. Ich denke, es ist fast immer nachhaltiger auf bereits Vorhandenes zurückzugreifen als neu Produziertes zu kaufen.

Was ihr braucht, um das Sommerfenster nachzubauen:

- 1 altes Sprossenfenster  (Tipp: schaut mal bei ebay Kleinanzeigen vorbei oder auf Baustellen, wo gerade alte Häuser renoviert werden)
- 5 leere Marmeladen- oder Smoothiegläser
- Paketband
- weiße Farbe + Pinsel
- Schleifschwamm
- ggf. Holzleim
- schöne Blümchen von der Sommerwiese




1. Das Fenster mit einem Handfeger oder Lappen grob reinigen und wenn noch Glasscheiben in den Sprossen stecken, den Holzrahmen vorsichtig auseinander ziehen und das Glas lösen.


2. Den Holzrahmen mit etwas Schleifpapier sorgfältig abschleifen und alte Farbreste entfernen. Anschließend nochmal abfegen, damit die Farbpartikel weg sind.








3. Wenn der Rahmen wackelt bzw wenn ihr Glas entfernt habt, mit Holzleim wieder fest kleben. Dieser Schritt ist wichtig, damit der Rahmen auch das Gewicht der mit Wasser befüllten Gläser halten kann.


4. Den Rahmen weiß streichen. Ich habe dabei die Innenseiten bewusst nur leicht gestreift, damit ein used look entsteht. Trocknen lassen und nach ein paar Stunden nochmal drüber streichen.



5. Das Paketband um die Gläser wickeln, verknoten und dann um den Holzrahmen wickeln und festknoten. Hierbei drauf achten, dass es möglichst eng gebunden sitzt und die Gläser nicht viel Spiel haben. Eine zweite Person ist natürlich hilfreich, um den Doppelknoten möglichst eng zu binden. ;-)

6. Einen schönen Hintergrund zum Dranlehnen oder Festnageln finden, dann die Gläser mit einer kleinen Gießkanne befüllen und die Sommerblumen in die Gläser stellen. Fertig!




Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachbauen! 

Alles Liebe,
eure Corinna

Unsere Bali Hochzeit zu zweit


Ach, wie die Zeit wieder fliegt! Heute vor einem Monat war es endlich so weit: wir haben uns auf Bali das Ja-Wort gegeben! Und jetzt sind wir tatsächlich verheiratet. Ist das nicht schön? :-D Ich möchte euch die Bilder von unserem anschließenden Shooting mit Jessi und Markus von nicht länger vorenthalten, denn ich finde, sie haben fantastische Arbeit geleistet!


Wie der Tag für uns war? Auf jeden Fall unvergesslich und für uns etwas ganz Besonderes!
Wir haben uns entschieden, erst mal eine Woche auf Bali zu verbringen, bevor wir unsere Zeremonie haben, damit wir uns an die Zeitverschiebung und das Klima etwas gewöhnen und das war auch ganz gut so. Ich war also nach einer Woche Sonne und Meer schon ziemlich entspannt - und am Tag an sich dann doch plötzlich ziemlich aufgeregt und hibbelig.


Wir haben kurz überlegt, die Nacht vor der Trauung getrennt zu verbringen, aber das dann für Quatsch befunden - das hier ist ja UNSER Tag, unser Ding. Zum Glück müssen wir uns den Kopf nicht (mehr) über tausend organisatorische Dinge zerbrechen, also machen wir uns einfach einen schönen Tag: Nach einem gemeinsamen Frühstück haben wir uns beide eine Massage am Pool gegönnt, sind nochmal ans Meer gegangen und dann am frühen Nachmittag wieder an unser Bungalow eingekehrt. Tobi war deutlich entspannter als ich, aber es war bei mir auch mehr so eine aufgeregte Vorfreude als Nervosität - macht man ja schließlich nicht jeden Tag.
Ich habe also viel zu früh angefangen mich fertig zu machen, was eigentlich nur aus duschen, leichtem Make-Up und Haare locken bestand. Den letzten Schritt hätte ich mir dabei aber fast sparen können, da der Wind auf der Klippe ohnehin sofort alles zerzaust hat, was man als Frisur hätte bezeichnen können. :D Dann endlich habe ich mein Kleid angezogen und bin feierlich aus dem Bad getreten. Mit so einem langen weißen Brautkleid fühlt man sich irgendwie doch plötzlich ganz schön prinzessinnenhaft. Tobi hatte sich mittlerweile auch schön gemacht (also Badehose gegen Hemd und Hose getauscht) und wir schritten dann schließlich gemeinsam durch das Resort zu unserem Taxifahrer, der draußen auf uns mit einem breiten Grinsen im Gesicht wartete.


Dann sind wir zu "unserem" Felsen gefahren, wo unsere Weddingplannerin uns schon freudig erwartete. Tobi durfte vorgehen, während ich hinter ein paar Bäumen gewartet habe, bis die Musik eingespielt wurde und ich ein Zeichen bekam. Aus dem Augenwinkel habe ich noch vage den Fotografen wahrgenommen, aber das Meiste verlief eigentlich in einem leichten Nebel. Tobi, wie er strahlend auf diesem Felsen steht, in einem wunderbar kitschigen Herz aus rosa Blüten. Der Redner, ein freundlicher Balinese, wie er uns ermunternd zunickt und uns dann so vor sich positioniert, dass wir die unfassbar schöne Aussicht auf das Meer und den Strand unter uns haben. Die Sonne, die trotz der strategisch gewählten 16 Uhr noch ziemlich heiß aus dem blauen Himmel auf uns runter scheint. Und der Wind, der uns zum Glück etwas Abkühlung um die Nasen weht. Wie gut, dass niemand dort in der Hitze sitzt und auf uns wartet!


Der Hochzeitsredner verliert ein paar romantische Worte über den besonderen Ort Bali, die Liebe und die Ehe. Ich kann eigentlich kaum etwas aufnehmen, aber grinse bis über beide Ohren. An Tobis Blick sehe ich, es geht ihm ähnlich. Verrückt, jetzt stehen wir tatsächlich hier und heiraten. Dann endlich tauschen wir unsere Eheversprechen aus, die wir uns persönlich gewidmet haben. Das ist der schönste und emotionalste Moment überhaupt - man sagt sich all diese schönen Sachen viel zu selten. Die Tränen laufen mir schon über die Wangen und ich muss mich ein paar Mal sammeln, bis ich meine beiden Seiten vorgelesen habe. Dann wiederholen wir noch die wedding vows, die der Redner uns langsam Zeile für Zeile vorspricht...with this ring, I thee wed... wir tauschen endlich unsere Ringe aus, unterschreiben noch förmlich auf einer balinesichen Hochzeitsurkunde, die wir am Ende vergessen mitzunehmen, und besiegeln das Ganze mit einem Kuss.
Unsere Weddingplannerin nestelt an der Musikanlage rum, startet die Beatles mit "twist and shout" und bewirft uns euphorisch mit Blütenblättern. Juhuuu jetzt sind wir tatsächlich Mr. und Mrs.!



Rückblickend verging das Ganze wie im Flug. Auf die Trauung folgte dann gleich im Anschluss ein durchaus amüsantes Fotoshooting. Der balinesische Fotograf wies uns fleißig in immer neue Posen, die wir brav ausgeführten - Moment, jetzt seid ihr womöglich kurz verwirrt. Ja, wir hatten zwei Fotosessions: einmal die Bilder, die ihr in diesem Blogpost seht, und einmal direkt vor Ort mit etwas gestellteren Posen und leicht ungewöhnlichen Winkeln und Effekten... Vielleicht teile ich im nächsten Bericht davon auch noch welche, aber eins sei schon vorweg genommen: ich bin sehr froh, dass wir Jessi und Markus noch getroffen haben, um noch ein paar ganz natürliche Erinnerungen mit nach Hause nehmen zu können. :)


Anschließend waren wir froh, dass wir nochmal was Luftigeres anziehen konnten und sind dann in ein schönes Restaurant am Jimbaran Strand gefahren. Dort haben wir uns sündhaft teure Cocktails, zwei Pizzen und einen Nachtisch geteilt und auf unsere Hochzeit feierlich angestoßen.  Was für ein Tag!

Unsere Outfits: simples Hochzeitskleid für die Strandhochzeit gesucht

Die Kleiderwahl war keine leichte, aber am Ende ging es doch bedeutend schneller als wenn wir unsere Outfits für ein großes Fest mit 80 Gästen hätten wählen müssen. Irgendwie will man es bei vielen Zuschauern immer noch perfekter haben und durch unsere bewusst gewählte Zweisamkeit konnte ich mich am Ende leichter entscheiden. Zwar hatte ich vorher schon in einigen Brautmodeläden gesucht, aber entweder waren mir die Dinger zu pompös, zu teuer, hatten dubiose Produktionsbedingungen oder alles zusammen.
Letzten Endes habe ich mein Kleid also über Kleiderkreisel gefunden (und ja, ich habe wochenlang ungefähr jeden Neueintrag in der Kategorie lange weiße Kleider unter 200€ beobachtet) und war dann sehr glücklich damit. Es war mir zwar etwas zu groß, aber ich habe habe dann ein paar Stunden damit zugebracht, es ein wenig kürzer zu näher und das Oberteil enger zu machen sowie Träger anzubringen. Dann habe ich es liebevoll in meinen Backpack gestopft, um es dann vor Ort wieder 2 Stunden glatt zu bügeln :D Aber es hat gepasst und war für mich und für den Tag genau richtig.
Tobi hatte ein fair produziertes Leinenhemd von knowledge cotton apparel und eine Bio-Baumwoll-Chino von wunderwerk an. Simpel, schön, fair.







 

Ich hoffe, euch gefällt der erste Einblick in unseren besonderen Tag. Wenn ihr Fragen zu Details habt, immer her damit. Warum wir uns eigentlich für eine Hochzeit zu zweit entschieden haben, habe ich hier aufgeschrieben - und kann nur sagen, wir haben die Entscheidung nicht bereut! ;-)

Alles Liebe,

eure Corinna

#byebyeSchweinehund - einfach anfangen, nachhaltiger zu shoppen


Noch bis heute finden die deutschen Aktionstage für Nachhaltigkeit statt. Im Rahmen dessen möchte ich euch, liebe Leser, hochoffiziell aufrufen, eurem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen und beim nächsten Mal Shopping genauer hinzuschauen, was ihr da eigentlich in eure Kleiderschränke tragt. Denn jeder möchte doch irgendwie etwas besser machen. Keiner will die Sklaverei in Bangladesh oder China unterstützen, in der unsere Kleidung hauptsächlich produziert wird. Aber beim Schlendern durch die Fußgängerzone ist das Bild von den dunklen Fabriken und den umweltverpestenden Färbereien doch wieder ganz weit weg. Und schließlich geht ja jeder ab und an mal zu Zara oder H&M. Und man hat ja eh nicht so viel Geld zur Verfügung. Außerdem brauchte man dringend dieses eine coole Shirt, diese eine stylische Hose, drückt nochmal ein Auge zu...HALT. Das ist er, der innere Schweinehund. Der, der alles Gewohnte genau so beibehalten möchte. Der dafür sorgt, dass man nicht weiter hinterfragt, sich keine großen Mühen machen möchte. Aber genau da lohnt es sich, anzufangen! Setz ein Zeichen und mach mit bei der Aktion #byebyeSchweinehund.

Wusstest du, dass:

  • pro konventionell produziertem Baumwoll-T-Shirt ca. 150g Chemikalien verwendet werden? (mehr dazu: hier)
  • ca. 60% der Kleidung in Deutschland aus Chemiefasern wie Polyester besteht? Bei jedem Waschgang mit Chemiefasern gelangen ca. 2000 Faserteilchen ins Abwasser (mehr dazu: hier)
  • wir unsere Kleidung im Durchschnitt nur vier mal  tragen, bevor sie aussortiert wird? 20% werden überhaupt nicht getragen (mehr dazu: hier)
  • für die Produktion einer einzigen Jeans ca. 7000 Liter Wasser verbraucht werden? Jeans werden oft in Ländern mit Wasserknappheit produziert (mehr dazu: hier)
  • beim Gerben von Leder häufig das stark irritierende und krebserregende Chrom VI entsteht, das für Mensch und Umwelt hochgiftig ist?  (mehr dazu: hier)

Die Liste könnte noch endlos weitergehen - es gibt also dringenden Handlungsbedarf! Jeder weiß es, kaum einer tut was dagegen. Hey, warum nicht heute damit anfangen?
Daher hab ich jetzt meine top 3 Tipps für nachhaltigeres Shoppen:


Bei allem, was du kaufst, sag dir "BUY LESS. CHOOSE WELL". Mit diesem Mantra vermeidest du nicht nur Fehlkäufe, sondern wählst Qualität über Quantität. Weniger, dafür hochwertiger einkaufen. Also:

1. Frage dich, ob du dieses Kleidungsstück wirklich brauchst. Wärst du bereit, dafür mindestens zwei andere Kleidungsstücke aufzugeben? Wenn du es heute hängen lässt, hast du es morgen vielleicht schon vergessen. Nur wenn es dich wirklich nicht mehr loslässt, würde ich es kaufen.

2. Schaue dich nach gebrauchten Alternativen um - es gibt IMMER einen Weg. Veranstalte z.B. selbst eine Kleidertausch Party, gehe auf Flohmärkte oder in secondhand Läden. Oft findet man dort viel ausgefallenere Kleidungsstücke, die noch super erhalten sind und nicht jeder hat. Minimale Anpassungen, beim Schneider oder selbstständig leicht umgenäht, führen zu einzigartigen Stücken, die trotzdem günstig sind.

3. Suche gezielt nach zertifizierten Fair Fashion Marken (die wichtigsten Siegel habe ich hier zusammengefasst). Gibt es in deiner Stadt vielleicht schon einen nachhaltigen Shop? Ansonsten schau online oder suche bei Städtetrips gezielt nach Fair Fashion Läden - die Anzahl wächst stetig. Ja, es ist ein bisschen mehr Aufwand. Aber dafür weißt du, dass du dein Geld in etwas Gutes investierst. Sag das ruhig zu deinem inneren Schweinehund.

 Shirt und Cap: Dedicated* (organic + fair), Rock: bleed* (aus Tencel + fair); Shorts oben: secondhand

Die Möglichkeiten für ein nachhaltigeres Leben sind dabei fast grenzenlos. Auf der Seite Nachhaltiger Warenkorb gibt es jetzt tolle Anreize und Beispiele für so ziemlich alle Lebensbereiche, egal ob du deinen Mode Konsum verändern, deine Kosmetik umstellen, deine Lebensmittel nachhaltiger einkaufen oder deine Reisen oder Geldanlagen besser gestalten möchtest. Egal, was du tust - Hauptsache du tust ETWAS. Und sagst #byebyeSchweinehund!

Alles Liebe, 
eure Corinna


*in freundlicher Kooperation mit Dedicated und Bleed
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