Großes Gewinnspiel: Eco faire Goodies

Kleiner Trommelwirbel: Endlich komme ich dazu, euch ein Gewinnspiel zu präsentieren! Ich verlose vier richtig schöne und natürlich nachhaltige Goodies:

T-Shirt von Wunderwerk (bio + fair), Glasflasche von Soulbottle, Bio-Hautpflege von Vestige Verdant
Ehrlicherweise sind es alles Produkte, die ich selbst auf Events oder in Goodie Bags bekommen habe und toll finde, aber nicht brauche. Das T-Shirt ist mir leider zu groß (auf dem Label steht zwar S, aber es fällt sehr groß aus finde ich und passt locker einer Gr. M); die Soulbottle ist super schön, aber ich habe schon zwei wiederverwendbare Flaschen und die Hautpflege sieht sehr edel und hochwertig aus, aber ist nicht ganz für meine Haut geeignet, da sie eher reichhaltig und für trockene Haut gemacht ist. Vielleicht findet sich aber unter meinen Lesern jemand, für den bzw. die eins dieser Produkte genau richtig wäre? Sie sind natürlich alle unbenutzt. Gern würde ich jemand eine Freude machen.

Ein bisschen mehr Info zu den Produkten gefällig?

Das T-Shirt von Wunderwerk:
Das Shirt ist lockerleicht, in einem schönen Fliederton und GOTS-zertifiziert. Wunderwerk macht Eco-Mode vom Feinsten: Es besteht zu 50% aus Bio-Baumwolle und 50% aus Modal-Edelweiß, wurde in Europa produziert und ist schön sommerlich luftig. Ich könnte es mir super zu einer weißen Leinenshorts vorstellen. ca 49€; zum ersten Mal getroffen bei Blogger Event der Fair Fashion Zeitung Nouveaux.




Die Soulbottle:
Darf's auch ein bisschen weniger Plastik sein? Die wunderschöne plastikfreie Trinkflasche fasst 0,6 l und besteht aus italienischem hochwertigen Glas - übrigens dem einzigen Material, das auch langfristig komplett geschmacksneutral bleibt. Sie wird in Deutschland & Italien hergestellt, CO2-neutral produziert und spendet auch noch 1€ pro Flasche an Projekte, die mehr Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Das find ich echt super unterstützenswert. Auslaufsicher und spülmaschinenfest ist sie übrigens auch noch. Ah ja, und stylisch natürlich. Aber siehste selbst, ne? Ca. 29,90€ Das Design ist übrigens was ganz Besonderes und gibt es nur in dem veganen + fairen Shop Loveco in Berlin (bzw. online für Füchse)!




Hautpflege von Vestige Verdant
Natürlichkeit und Luxus, so steht es auf der Website. Hui, und die edle Naturkosmetik aus Estland ist auch nicht ganz günstig, aber macht sicher ein super Geschenk für die Mama - oder einfach für dich selbst, wenn du dir mal was gönnen willst. Ich verlose einzeln einmal die Gesichtsmaske (49,95€) und einmal das Öl (59,95€) - beide Produkte sind vegan und nachhaltig.


Die Maske reinigt porentief, soll das Hautbild verbessern, Fältchen mindern und das alles ohne Parabene, Allergene oder sonstigen fiesen Inhaltsstoffe. Klingt vielversprechend, wie ich finde und sieht wirklich schick aus. Mehr dazu kannst du auch hier nachlesen.


Das Öl spendet Feuchtigkeit, belebt und verfeinert die Poren mit seinen verschiedenen Öl-Komponenten: Neroli-Öl aus Italien, Patschuli-Öl aus Indonesien, Karottensamen-Öl aus Nepal, Sanddorn-Kernöl aus Deutschland und Argan-Öl aus Marokko. Die Inhaltsstoffe stammen dabei ausschließlich von Bauern mit ökologischer Landwirtschaft und Fairtrade-Zertifizierung. Mehr dazu hier.



Was musst du tun um zu gewinnen?

Hinterlass mir einfach einen Kommentar mit dem Produkt, das du gern hättest. Wenn du Blogger bist, ist mir klar, wie ich dich kontaktieren kann; wenn du keinen Blog hast, auch kein Problem; ich werde die Gewinnerkommentare beantworten und ihr müsstet mir dann bis zum 21.08. eine E-Mail mit eurer Adresse schicken. Wenn es mehrere Leser gibt, die gern das gleiche hätten, entscheidet das Los. Teilnahme bis zum 07.08.2016, 20 Uhr, der Rechtsweg ist ausgeschlossen und ich kann nur in Deutschland versenden. Go! :)

Alles Liebe,
eure Corinna


Secondhand Summer - warum nicht alles neu sein muss


Wie ihr vielleicht schon wisst, bin ich der Überzeugung, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, und sich wöchentlich neue Klamotten zu kaufen ist heutzutage vielleicht modern, aber alles andere als nachhaltig. Wenn die Kleidung fair produziert und sogar zertifiziert ist, ist das eine feine Sache, weil man Unternehmen unterstützt, die die Modeindustrie umkrempeln möchten und sich für eine bessere Welt einsetzen. Absolut gut! Aber nicht jeder hat das Geld, sich monatlich fair produzierte Kleidung zu leisten und selbst wenn, ist auch hier ein Überfluss möglich. Jedes produzierte Kleidungsstück benötigt unheimlich viele Ressourcen, bis es zu uns in die Läden kommt: sämtliche natürliche Materialien wie Baumwolle, Tencel oder Leinen, die ich besonders gern trage, müssen erst mal produziert werden. In der Regel benötigt man dazu eine Menge Wasser, Zeit und Arbeitskraft um die Samen zu säen, wachsen zu lassen, zu ernten und dann zu verarbeiten. Auch synthetische Stoffe wie Polyester benötigen viel Energie um letzten Endes zum Kleidungsstück zu werden und müssen natürlich alle anschließend noch zugeschnitten, gefärbt, genäht und zu uns transportiert werden. Ist logisch, aber da denkt man vielleicht nicht drüber nach, wenn man einfach nur Lust auf ein neues T-Shirt hat.


Es geht also darum, die Balance zu finden zwischen einem einerseits abwechslungsreichen, aber doch möglichst nachhaltigem Kleiderschrank - ist das überhaupt möglich? Da wir ohnehin im Überfluss leben, macht es meiner Meinung nach Sinn, auch auf das bereits Vorhandene zurückzugreifen. Es gibt so viel wunderschöne Mode im Umlauf, die quasi nur darauf wartet, gefunden und von dir getragen zu werden, einfach weil jemand anderes rausgewachsen ist oder sich vielleicht satt gesehen hat. Daher bin ich ein Riesenfan von Second-Hand Läden und natürlich auch Kleidertausch-Parties. Nie war es einfacher, seinen Kleiderschrank ressourcenschonend aufzumöbeln!



Die Blümchen Shorts habe ich schon vor Jahren mal in den USA gebraucht gekauft und mag sie immer noch sehr gern. Leicht, flattrig, und super bequem. Das Tanktop ist fair + bio von Kleiderhelden (und wurde hier schon mal vorgestellt) während die weiße Bluse mir in unserem letzten Portugal-Urlaub im Eco-Hostal vermacht wurde - denn dort gab es eine Art "Kleidertruhe", in der Gäste ihre Kleidungsstücke lassen konnten, die sie dann doch nicht mehr mit nach Hause nehmen wollten. Was für eine einfache und gleichzeitig grandiose Idee, oder? :) Ich habe mich auch von ein paar Stücken getrennt und war sehr happy mit der kleinen Abwechslung in meinem Reiserucksack.


 
Na, wie wär's? Hast du auch schon mal bei einem Kleidertausch mitgemacht? Ich hab mir jedenfalls vorgenommen, sowas noch viel öfter umzusetzen und plane auch schon die nächste Ausmist- und Tauschaktion.

Alles Liebe,
eure Corinna


Mein neuer Mixer - Smoothie Bowl Rezept


Wohooo, wir haben eine Location für unsere Hochzeit gefunden! Die, die mir auf Snapchat folgen, haben schon einen kleinen Einblick bekommen. Es ist ein zauberhafter Hof in der Nähe von Schwäbisch Gmünd, der mir tatsächlich von einer Leserin empfohlen wurde - tausend Dank nochmal an Luisa!- und den wir gestern anschauen waren. Aber mehr zu der Location und der allgemeinen Hochzeitsplanung erzähl ich euch beim nächsten Mal. Ein weiterer Grund zur Euphorie ist nämlich gerade unser neuer Standmixer a.k.a. Smoothiemaker a.k.a. Blender. Ich weiß nie so ganz genau, was der politisch korrekte Terminus ist und wechsle daher fröhlich die Namen durch; meine aber immer das gleiche Gerät.

Nach stundenlanger Recherche nach einer Alternative zum sicher mega-turbo-effizienten Vitamix oder gar dem Alleskönner Thermomix, der aber doch einen Tick zu teuer für unseren sagen wir mal Amateur-Gebrauch ist, sind wir auf die Geräte von Klarstein gekommen. Und haben dann endlich an einem Sonntag Abend, nachdem wir uns diverse Rezensionen und Youtube Videos reingezogen haben, auf "jetzt kaufen" geklickt. Hach, es war eine sehr gute Entscheidung! Der Mixer trägt den heroischen Namen Herakles 5G, zerschreddert mit seinen 1500W alles von Nüssen über gefrorene Beeren, Äpfel oder Eiswürfel und zaubert eine wunderbar cremige Masse aus allem. Ich bin entzückt! Besonders gut gefallen mir die Green Smoothies, die bislang mit meinem alten Stabmixer immer etwas stückig wurden. Wäre jetzt kein Grund zum Neukauf, aber vor ein paar Monaten hatte der Stabmixer dann komplett den Geist aufgegeben, was mich doch etwas verärgerte. Naja, aber auf zu schöneren Dingen: meine zweite große Liebe sind die Frühstücksrenner mit dem viel versprechenden Namen Smoothiebowls. Cremig, fluffig, süß und doch gesund. What! Ich hätte da gleich ein superleckeres Rezept für euch. Geht in 2 Minuten. :)


Ihr braucht für 2 Bowls:

50 g Walnüsse
50 g Haferflocken
1.5 - 2 Bananen
150 g gefrorene Beeren
1/2 TL gemahlene Vanille 
250 ml Pflanzenmilch (ich habe Macadamiamilch genommen)



Alles zusammen in den Mixer werfen, 30-60 Sekunden pürieren und in die Schüsseln geben, dann mit hübschen Toppings dekorieren. Gerne mag ich hier z.B. Kokosflocken, Kürbiskerne, alles an Beeren oder Nüssen. Zack, fertig.




Rezension - mein Eindruck bisher

Wie ihr seht, schön cremig und stückfrei und das superschnell. Ich bin mit dem Blender bisher echt zufrieden, auch wenn er sehr groß ist. Aber dann erinnert er mich wenigstens tagtäglich daran, dass ein Smoothie eine gute Idee wäre - und 2L Fassungsvermögen ist auch bei größeren Mengen ein Bonus. Er schafft auch wirklich harte Brocken wie Eiswürfel ziemlich gut und wirbelt mit der Puls-Funktion alle Zutaten nach oben, so dass man in der Regel nicht groß irgendwas nachdrücken muss. Man hat die Wahl zwischen 30, 60 und 90 Sekunden (wobei ersteres meist ausreicht), die Puls-Funktion zum Power-Pürieren und einen On-Off-Schalter, damit man nicht aus Versehen auf irgendwelche Tasten kommt. Das Einzige, was man vielleicht noch optimieren könnte, ist die Reinigungsfunktion bei kleinen Mengen. Da die Messer sich nicht abmontieren lassen, gießt man den Inhalt also einfach raus und spült den Smoothiebehälter anschließend mit Wasser aus (hier kommt auch die Puls-Funktion wieder gern zum Einsatz). Kleine Reste bleiben also immer noch unten ein bisschen hängen, aber das stört mich generell eher wenig. Von mir also alles in allem absolute Empfehlung und top Preis-Leistung.


Na, wer ist noch Smoothie Bowl Fan? Ich nehme auch sehr gern weitere Rezepttipps entgegen, falls ihr einen Favoriten habt. Manchmal klappt das mit dem alle-Reste-zusammen-werfen nämlich ganz gut und es kommt was Leckeres bei raus - und manchmal entsteht einfach eine grau-braune Masse, die nach, ähm, Sellerie schmeckt. Ich habe schon gelernt, MIT Rezept ist oft besser. :D

Alles Liebe,
eure Corinna

Bride to be: das Hochzeitskleid zur Green Wedding


Ich bin wirklich ganz gerührt von euren vielen lieben Gratulationen zu unserer Verlobung - ganz vielen Dank nochmal, ich habe mich über jedes einzelne Wort mega gefreut und bin auch sehr dankbar, was eure Tipps und Empfehlungen angeht. Das Projekt Green Wedding umfasst dabei echt viele Aspekte (wie wahrscheinlich jede Hochzeit - denke, das können mir andere Bräute gleich bestätigen). Aber neben der großen Frage, wo soll die Feier stattfinden, ist natürlich auch die Frage des Kleides eine ganz schön wichtige.

dieser schöne Rücken!

Schließlich hat man nur einmal im Leben die Gelegenheit, ein solches Kleid zu tragen, oder? Lang, weiß, edel, wunderschön. Dabei wünsche ich mir gar kein pompöses Ballkleid mit großem Tütü und Glitzer; das wäre nicht mein Stil. Ich stelle mir eher eine eine klassiche A-Linie, etwas Schmales oder auch einen Mermaid Schnitt vor. Am Rücken am liebsten mit schönem Ausschnitt und Spitze; vorne bin ich mir noch unsicher ob ich trägerlos oder auch mit Ärmeln und Spitze möchte. Ich hoffe ja, dass ich einfach eines Tages eins anprobiere und dann den Aha-Moment erlebe.

Die Schwierigkeit besteht aber eben darin, dass ich auch bei meinem Kleid auf Nachhaltigkeit achten möchte. Ich war bereits in einem Brautmodeladen und habe mich erkundigt, ob es denn auch Kleider gäbe, die in Deutschland produziert werden. Die Dame schaute mich groß an und meinte, "Nein junge Frau, also zu DEN Preisen ist das leider nicht möglich. Ein paar der Kleider werden in Dänemark produziert (kurzes Aufleuchten meinerseits), aber die ganzen Perlen und Spitze, das kommt natürlich aus China." Vielleicht könnt ihr euch meine Irritation vorstellen, wenn man bedenkt, dass die Kleider in dem Laden bei etwa 800€ anfangen und mindestens 1000€+ im Schnitt kosten. Als wäre das ein unheimliches Schnäppchen - also ich bin mir recht sicher, dass die Näherinnen in China recht wenig von diesem wahnsinnigen Geschäft haben. Die Hochzeitsindustrie ist eine Millionenbranche. Meine kurze Online-Recherche hat zwar ergeben, dass es auch fair produzierte Kleider gibt, diese aber eher nochmal teurer sind und auch nicht unbedingt meinem Wunschkleid entsprechen.

found on Pinterest
Also Plan B: Secondhand oder Mieten. Ich finde den Gedanken, dass bereits eine andere Braut in dem Kleid gefeiert hat, überhaupt nicht schlimm; ich mag ja Secondhand Kleidung ohnehin. Es ist auf jeden Fall viel nachhaltiger, als wenn sich alle Bräute dieser Welt immer ein neues 1000€ Kleid schneidern lassen, dass sie in der Regel genau einmal anziehen. Emotionalität und so, ich weiß, aber was hat man wirklich davon, wenn es noch zehn Jahre im Schrank hängt? Ich persönlich kenne leider niemanden, der im Brautkleid seiner Mutter geheiratet hat oder es sich umschneidern lassen hat und weiterhin trägt. Das ist ja oft der Plan - aber die Realität ist dann doch eine andere. 
Die Mietpreise gehen zwar auch erst bei stolzen 400€ los, aber dafür ist die Reinigung und Änderung des Kleides mit inbegriffen; manchmal auch noch der Schleier oder Accessoires. Also nehme ich das in den nächsten Wochen mal in Angriff - so ein Anprobetermin soll ja auch ganz schön Spaß machen, oder? Und der Gedanke, dass in dem Kleid, in dem ich meinem Lieblingsmann das Ja-Wort gebe, schon eine andere tolle Geschichte, ganz viel Liebe und Emotionen drin stecken, gefällt mir ziemlich gut.

Was sind eure Gedanken zum perfekten Hochzeitskleid? Mehr Inspirationen zum perfekten Kleid findet ihr übrigens auch auf meinem Pinterest. :-)


Alles Liebe,
eure Corinna


Ein ganzes halbes Jahr


Juhuuu, der Sommer ist endlich da! Wir waren am Wochenende also viel draußen, haben die Sonnenstrahlen förmlich aufgesogen und die warmen Temperaturen in vollen Zügen genossen. Am Samstag haben sind wir dann trotzdem im Kino gewesen, weil ich schon ewig diesen Film sehen wollte, von dem ich auch schon das Buch gelesen, ach was, inhaliert habe. Ein ganzes halbes Jahr; Me before you auf Englisch. Habt ihr den schon gesehen? Ach, zum Herz erwärmen!
Also natürlich war er vorhersehbar kitschig, im Vergleich zum Buch viel zu kurz und wenig ausführlich, aber alles in allem fand ich ihn doch einfach so schöööön. Und hab natürlich Rotz und Wasser geheult bei den emotionalen Szenen. Aber was ich eigentlich sagen will: Die Botschaft, die der Film doch recht schön rüberbringt, ist die gleiche wie die, die ich neulich erst bei DariaDaria auf dem Blog gelesen habe: Mach was aus deinem Leben! Genieß es in vollen Zügen, sei unerschrocken, aufgeschlossen und neugierig, finde eine Leidenschaft und lass die Tage nicht so dahin plätschern. Denn alles in allem geht es uns doch ziemlich gut und wir haben alle Möglichkeiten dieser Welt, etwas Tolles aus unserem Leben zu machen.


Für die, die die Story hinter dem Film noch nicht kennen: Es geht um den Querschnittsgelähmten Will, der sich das Leben nehmen möchte, weil er, selbst als die quirlige Lou in sein Leben tritt, nicht so weiterleben möchte - ohne sich bewegen oder selbstbestimmt handeln zu können; weil er einfach nicht mehr er selbst ist. Dabei hat seine Familie alles Geld der Welt, aber auch das macht ihn nicht glücklich. Am Ende gibt es viele Themen, die einen nachdenklich stimmen, von Sterbehilfe über die dramatische Liebesgeschichte, aber was bei mir hängen geblieben ist, ist Folgendes. Wir leben in einer privilegierten Welt und haben so viele offene Türen vor uns. Trotzdem sind wir oft in einem Hamsterrad gefangen, in dem man nur von Wochenende zu Wochenende lebt, unter der Woche arbeiten geht, abends vielleicht noch schnell ein bisschen Ordnung macht, sich eine Serie reinzieht und dann geht der Alltag weiter, denn morgen muss man ja wieder früh raus. Und das ist so schade! Wir sollten unser Leben viel mehr zu schätzen wissen und mit besonderen Momenten füllen. Spontane Ausflüge machen, lange Abende mit Freunden verbringen, abenteuerliche Urlaube planen, sich für etwas Gutes einsetzen und vor allem: auch den Alltag so schön wie möglich gestalten. Denn wir können uns frei bewegen, frei entscheiden und unsere Tage so leben, wie es uns beliebt. Ja klar muss jeder auch Geld verdienen, aber es sollte etwas sein, was dir Spaß macht, nicht etwas, wo du dich nicht jeden Tag hinquälst. Was dir alle Kraft raubt, so dass du am Ende des Tages nur noch auf der Couch rumhängst.


Meine Leidenschaft für nachhaltige Mode ist zumindest ein kleiner Schritt, bei dem ich mich persönlich fühle, als würde ich das Richtige tun. Weil es mir Spaß macht, faire Label zu unterstützen, die für eine bessere Welt kämpfen. Und weil ich selbst so hoffentlich ein klein bisschen mit dazu beitrage, dass weniger Leute ausgebeutet werden. Trotzdem habe ich nach diesem Film das Gefühl, dass ich noch viel mehr machen könnte, um die Welt ein bisschen besser zu hinterlassen und gleichzeitig ein sinnvolles, glückliches Leben zu führen. Denn natürlich bin ich auch oft abends zu bequem, um noch groß etwas zu unternehmen und am Wochenende stehen hundert Erledigungen an. Aber weißt du was? Wenn ich in 50 Jahren zurückblicke, erinnere ich mich wahrscheinlich nicht an die saubere Wohnung, den entspannten Serienmarathon oder die gute Zeit im Büro. Aber ich erinnere mich hoffentlich an meine besten Freunde, an einmalige Städtetrips oder Erkundungstouren in der Natur, an ausgelassene Feiern, bei denen man nicht an den Morgen danach denkt. An Tage, an denen ich mich für eine Herzensangelenheit eingesetzt habe, gute Gespräche geführt habe, Versuche gewagt habe, einen Schritt weiter zu gehen und an meine Grenzen zu stoßen. Und auch mal was Verrücktes zu wagen.


Mein Outfit während dieser Gedankengänge besteht aus dem fair produzierten Blazer von Armed Angels, dem Bio-Baumwoll Tanktop von Kleiderhelden und den Sandalen von Jonny's Vegan. Brille von Kerbholz; die Shorts sind second hand.


In diesem Sinne hoffe ich, dass wir alle das Leben bewusst als das einmalige Wunder wahrnehmen, das es ist und es jeden Tag genießen. Ich wünsche mir, dass du etwas hast, was dich antreibt, was dein Leben bereichert, was dir Kraft gibt. Und ich wünsche mir, dass wir uns alle ab und an mal fragen: ist mein jetziges Leben so, wie ich es mir vorstelle, wie ich es mir mit 12 erhofft habe oder wie ich gerne mit 90 darauf zurückblicken würde? Wenn nicht, änder was. Am besten gleich heute noch.

Alles Liebe,
eure Corinna

Kanada Part 4 : Nationalpark Banff


Na, hat jemand mitgezählt? Ein Teil des Kanada Urlaubsberichts steht ja noch aus und zwar unsere letzte Woche in der kanadischen Provinz Alberta. Weil Kanada einfach so unfassbar groß ist, sind wir mal eben von der Sunshine Coast, British Columbia aus 12 Stunden Richtung Osten getuckert, um da endlich im sagenumwobenen Nationalpark Banff nach den wilden Tieren Ausschau zu halten. Und, Spoiler: wir haben sie gesehen! Aber nochmal ganz von vorn:
Wie der aufmerksame Leser vielleicht schon weiß, ist Kanada ja das zweitgrößte Land der Erde. Man könnte also gut und gerne tagelang durch diese unendlichen Weiten fahren und wäre trotzdem noch nicht auf der anderen Seite. Also haben wir uns bescheidenerweise auf die Nachbarprovinz geeinigt, was noch als Maximaldistanz einigermaßen entspannt von uns zurückgelegt werden konnte.  Mit einem Zwischenstopp in Salmon Arms, das etwa auf halber Strecke liegt, haben wir es uns noch ein bisschen entspannter auf der Hinfahrt gemacht. Hat sich aber nur so naja gelohnt, denn das verschlafene Städtchen hat außer ein paar ausgebuchten Restaurants (gut, es war Muttertag) und einem überfüllten Kino, bei dem die Bürger schon eine halbe Stunde vor Öffnung ordentlich in einer langen Schlange anstehen (gut, es war immer noch Muttertag), nicht arg viel zu bieten. Wir holten uns also kurzerhand Pizza vom Lieferservice, reihten uns in die Kinoschlange ein und düsten am nächsten Tag weiter.
Schon auf dem Weg merkten wir, wie die Strecke immer bergiger und aufregender wurde - und plötzlich waren wir gefühlt mitten in den Rocky Mountains, umgeben von wahnsinnigen Bergketten und schneebedeckten Gipfeln.


In der Nähe von Banff hatten wir dann eine ziemlich schöne und bestens ausgestattete Air BnB Wohnung im Städtchen Canmore, von der aus wir wunderbar überall hinkamen. Banff selbst war in etwa 20 Min. zu erreichen, aber eher unspektakulär als Stadt an sich. Die gut 7000 Einwohner sollten an die Besucherströme gewöhnt sein und so gibt es neben einigen netten Restaurants eben viele Touri-Läden mit Elch-Tassen und Bären-T-Shirts, die wir zielstrebig passierten.

Eigentlich hatten wir gelesen, dass es bei Wanderungen ohne große Gruppe oder Guide empehlenswert wäre, ein Bärenspray für den Notfall dabei zu haben. Da mein Liebster sich tatsächlich auch wochenlang fleißig Bärendokus und fatale Treffen mit den kuscheligen Raubtieren auf Youtube reingezogen hatte, hielten wir das ursprünglich für eine gute Idee. Bis wir in einem der besagten Touriläden den Preis dafür erfuhren - 40 Dollar für eine Mini-Spraydose, die wir nur für 3-4 Tage mit uns rumtragen und dann wohl einfach wegwerfen? Ähm, nee. Wird schon auch irgendwie ohne gehen, oder?
Tatsächlich waren wir dann aber auf allen Spaziergängen ein klein wenig befangen und stets auf der Hut - man weiß ja nie. Man soll ja viele Geräusche von sich geben und möglichst keine Bären von hinten überraschen, daher haben wir uns stets so laut wie möglich verhalten, geredet, gesungen oder sogar Musik angemacht. Sicher ist sicher. Faktisch sind die paar Wanderwege, auf die wir uns dann aber "allein" getraut haben, auch von anderen Reisenden ganz gut besucht, so dass wir auf den Strecken mitten im Wald hauptsächlich Vögeln, mal einem Streifenhörnchen oder Präriehund begegnet sind. Alles andere müssten wir erfolgreich vertrieben haben.



Die größeren Tiere haben wir aber dann auch noch entdeckt. Zum Glück aber aus der Sicherheit des Autos, als wir extra langsam durch das Bow Valley fuhren. Ich hatte schon gelesen, dass dort gerne mal Wildtiere gesichtet werden können und so fuhren wir, extra wachsam, mit ca. 20 km/h mit runtergelassenem Fenster und angehaltenem Atem die 20 km Strecke den Wald entlang. Und da plötzlich! Läuft ein großer grauer Wolf mitten über die Straße vor unserem Auto über die Lichtung. Ich war so perplex, dass ich die Kamera gar nicht rechtzeitig angeschaltet und ausgelöst bekommen habe. Ich konnte nur noch ein verwackeltes Handy-Foto von seinem Rücken machen, da war er auch schon wieder verschwunden. War aber auch einfach zu aufregend!
Wir fuhren also weiter, jetzt noch aufmerksamer und noch langsamer, die Augen weit aufgerissen und kaum getraut, zu blinzeln. Wir kriechen um die nächste Kurve, als wir schon sehen, dass dort ein Auto am Rand geparkt hat und die Fahrer schon ihre Kamera gezückt haben. Ein Bär! Ein richtiger echter Bär in freier Wildbahn, ohne Zaun oder sonst was, sitzt da am Waldrand und kaut gemütlich auf einer Pflanze rum. Wahnsinn. Wir sind schon wieder ganz begeistert, ehrfürchtig und angetan. Das Foto ist nicht annähernd so beeindruckend, wie es in Realität war. Dieses verrückte Gefühl, ein so gefährliches Tier keine 50m entfernt sitzend zu sehen, ist schwer einzufangen. Aber es war etwas ganz Besonderes.


Tatsächlich sind wir genau diese Strecke, nach diesem wahnsinnigen Glück, gleich zwei Wildtiere gleich am Anfang gesehen zu haben, bestimmt noch 8 Mal abgefahren in den nächsten Tagen. Immer bis aufs Äußerste gespannt, denn man weiß ja einfach nie; die Natur ist einfach unberechenbar und der Nationalpark unheimlich groß. Die Wahrscheinlichkeit, dass also ein Tier just in dem Moment in der Nähe dieser Straße ist, ist gar nicht mal so groß. Frustrierend war es also auch manchmal; an manchen Tagen gab es kaum etwas zu sehen außer die Wapiti-Hirsche oder durchs Geäst huschende Vögel. Wir haben aber insgesamt noch zwei weitere Bären gesichtet, einen grasenden Hirsch, ein paar Gebirgsziegen, einige Eichhörnchen und richtig, richtig viel Grün.




Ein weiteres Erlebnis in Banff sind die unfassbar türkis-blauen Seen, die es dort in der Umgebung gibt. Allen voran Lake Louise, der einem fast den Atem verschlägt. So klar, so eiskalt und so wunderschön.



Auf dem Rückweg sind wir dann noch an einigen richtig schönen Parkplätzen und Haltebuchten vorbeikommen, bei denen wir am liebsten überall anhalten wollten. Von hohen, safig grünen Tannen umgeben schlängeln sich glasklare Flüsse und Bäche durch die Landschaft während die Sonne vom stahlblauen Himmel strahlt. Wahnsinn, dieses Kanada!

 
Die letzte Nacht verbrachten wir dann wieder in North Vancouver, bevor wir uns um nächsten Tag wieder auf den Weg zum Flughafen machten. Es war ein wirklich richtig toller Trip und ich würde Kanada jedem Naturliebhaber sofort voller Überzeugung weiterempfehlen. 
War noch jemand von euch schon mal da? Die Ostküste würde mich ja auch mal reizen. :)

Alles Liebe,
eure Corinna



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