Wie nachhaltig ist secondhand wirklich?

Dienstag, August 09, 2016


Gleich mal am Anfang Butter bei die Fische: Der Flohmarkt am Wochenende war ein Riesen-Fail. Sowohl für die meisten Verkäufer, weil leider echt sehr wenig los war (wir haben gerade so die Standgebühr wieder reingeholt), als auch für die potentiellen Käufer. Natürlich ist ja das Schöne am Verkaufen auf dem Flohmarkt, dass man selbst auch mal in aller Ruhe stöbern kann. Sogar schon beim Aufbau, wo ja noch die besten Schnäppchen zu haben sind. Theoretisch. Bei diesem Flohmarkt war es aber leider so, dass ca. 95% der zu verkaufenden Klamotten von etwa fünf Fast Fashion Riesen waren. Ohne Übertreibung war die mit Abstand überwiegende Mehrheit der Teile von H&M. Der Rest war dann von Primark, Gina Tricot, C&A oder Zara. Schuhe großteils von Deichmann. Vintage Stücke oder unbekannte Marken, Schätze, Außergewöhnliches? Fehlanzeige. Ich war wirklich ziemlich enttäuscht von dem Angebot aus Einheitsbrei. Doch genau das ist natürlich auch das Problem unserer Mode-Konsumgesellschaft: man kauft so unheimlich viel ein, weil es ja schon beim Neukauf unglaublich billig ist. Man macht unzählige Fehlkäufe oder sieht sich schnell satt und wirft den ganzen Kram dann bei der nächsten Gelegenheit auf den Flohmarkt – wo sich wiederum die Käufer langweilen, weil sie ja selbst für 10€ ein nagelneues H&M Shirt kaufen können. Ahhh, ein Teufelskreis! Aber wie soll es auch anders sein, wenn sich die Modeindustrie und der Konsum von Kleidung so weiterentwickelt, dass es 12 neue Kollektionen im Jahr gibt und das zu Schleuderpreisen?

Die Lösung des Problems basiert meiner Meinung nach auf zwei Ansätzen:
A. Fair Fashion Brands unterstützen.
B. Einfach. Weniger. Konsumieren.

Gerade B ist natürlich für Viele (mich nicht ausgeschlossen) nicht ganz einfach, weil man sich daran gewöhnt hat, andauernd neue Outfits zu tragen und Abwechslung im Kleiderschrank zu haben. Leider wird aber durch den oben beschriebenen Teufelskreis auch Secondhand Kleidung immer weniger nachhaltig und qualitativ minderwertig. Ist ein H&M oder Primark Shirt vom Flohmarkt, das die Vorbesitzern drei Mal an hatte, wirklich besser als ein fair produziertes Bio-Baumwoll Shirt? Die Ressourcenaufwendung ist natürlich ein Thema, aber generell unterstützt man auch auf dem Flohmarkt oft passiv die Neuproduktion und den achtlosen Konsum von Billigkleidung. Es gab sogar einige Kleidungsstücke, die noch mit Etikett und Preisschild an der Flohmarkt-Kleiderstange hingen.

Daher bin ich dankbar für jede neue Fair Fashion Marke, die frischen Wind in die Modebranche bringt und die den Fokus auf hochwertige Kollektionen, dafür vielleicht weniger Stücke legt. Denn wir brauchen keine 5 Millionen Varianten von Billigshirts, die nach ein paar Mal tragen aus der Mode kommen! Stattdessen lieber zeitlose Qualitätsware, die man jahrelang hegt und pflegt, zu schätzen weiß, und die die Produzenten in der Lieferkette respektiert. Eine dieser Slow Fashion Marken möchte ich euch heute gerne vorstellen: Kennt ihr schon JAN ‘N JUNE?


Dass faire Mode nicht nach öden Kartoffelsäcken oder braun-grünen Strickkleidern aussehen muss, versuche ich ja schon länger hier auf diesem Blog zu zeigen. Dieses spezielle Vorurteil gegenüber Fair Fashion endgültig ad acta zu legen ist auch das Ziel vom jungen Modelabel Jan'n June. Die beiden Mädels Jula und Anna sind die Gründerinnen des Eco-Labels, die eines Tages beschlossen, die Sache einfach selbst in die Hand zu nehmen. Fair soll die Mode sein und trotzdem stylisch. Minimalistisch, sexy und dabei trotzdem, ganz wichtig, erschwinglich. Denn genau das ist eine der großen Einstiegshürden, die Fair Fashion oft noch mit sich bringt. Und so kamen die beiden Ladies dazu, ihre eigene Ideen 2013 einfach in Taten umzuwandeln. Hut ab!


Transparenz ist dabei ein großer Pfeiler von Jan 'n June. In jedem Kleidungsstück ist ein QR-Code im Label eingenäht, wodurch man die Herkunft der Kleidung nachvollziehen kann. Produziert wird in einem kleinen Familienbetrieb in Polen, wo u.a. GOTS-zertifizierte Baumwolle wie in meinem Shirt oder upgecycelte Materialien wie bei den Shorts verwendet werden.


Die Preise dafür sind wirklich fair und trotzdem nicht so billig, dass man achtlos auf Wochenbasis Neukäufe tätigt: Das Shirt ist für 38€ zu haben, die Shorts Hero regulär ebenso (gerade für 35€). Dafür ist beides super bequem, super chic und mit sehr gutem Gewissen zu tragen. Das Motto black is the new green soll zeigen, dass es auch im Slow-Fashion Bereich stilsicher zugehen kann. Grün ist schön und gut, aber die ewige Modefarbe schlechthin, die wohl nie aus der Mode kommt, ist und bleibt einfach Schwarz. Dementsprechend passend finde ich den Slogan und hoffe, dass er noch ganz viele Menschen erreicht und zum Umdenken anregt - auch in Bezug auf Secondhand Kleidung und Neukäufe generell.


Alles Liebe,
eure Corinna


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25 Kommentare

  1. Toller Post! Ich denke auch immer wieder darüber nach, wie nachhaltig es ist Seconhand zu kaufen. Irgendwie fühlt es sich für mich nicht richtig an, wenn ich auf dem Flohmarkt H&M kaufe, auch wenn ich weiß, dass nichts von meinem Geld dann bei dem Schweden landet. Mit Mode aus zweiter Hand bin ich bisher noch nicht so ganz warm geworden.

    Mit Jan 'n June übrigens schon :D Erst heute habe ich mir die Sachen im Sale angeschaut und bin versucht mir ein Kleid und eine Hose zu kaufen. Das Problem ist, mir gefällt einfach alles was sie im Shop haben und sich da letztlich zu entscheiden ist so schwierig^^. Ich finde das Shirt steht dir ausgezeichnet.

    Viele Grüße
    Stephie

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    1. Danke für deinen Kommentar liebe Stephie! Ich persönlich mag secondhand Kleidung schon sehr gern und bin jetzt auch nicht rigoros gegen gebrauchte H&M Stücke generell, aber ich fand eben die Entwicklung, dass es fast nur H&M Ramsch gab, sehr negativ. Aber ja, Jan 'n June sind super und kann ich nur empfehlen :) In Maßen natürlich! ;)
      Liebe Grüße! Corinna

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  2. Hallo Corinna, HM, da hast du schon recht. Viel Schrott gab es auf dem Markt. Wobei es bei mir gut lief. Ich habe gut verkauft. Obwohl fast nichts los war.
    Über die Herstellung der Kleidung mache ich mir, seit ich selbst nähe, wenig Gedanken. Wohl aber denke ich über die Herkunft und Herstellung der Stoffe nach. Stoffe zu kaufen, deren Herkunft klar ist, ist gar nicht so leicht. Klar, findet man den einen oder anderen Bio zertifizierten, schadstoffarmen Stoff - online oder im Laden. Aber über die Herstellungskette erfährt man hier wenig bis gar nichts. Außer bei einigen wenigen Herstellern. Da scheinen die Label transparenter zu sein.
    Ich jedenfalls versuche mehr und mehr selbst zu schneidern. Und dabei auch ungeliebte Teile in neue Kleidung umzuwandeln. Das erscheint mir noch am sinnvollsten. Inzwischen habe ich mir 4 Oberteile und 3 Röcke neu geschneidert, 1 Rock aus einem Herrenhemd und einen aus einem Kleid. Und damit diesen Sommer bisher nichts gekauft :) LG Ingrid

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    1. Ja, da hast du wohl echt Glück gehabt bzw. auch einfach die besseren Sachen im Angebot gehabt. :) Was Selbstgenähtes find ich immer gut und hochwertige Dinge, die nicht gerade von HM und Co kommen, hätte ich auch gerne mehr gesehen. Das mit Stoffen glaub ich dir direkt. Aber auf jeden Fall ist selbst nähen schon mal eine super Sache, weil du dadurch die Kleidungsstücke (und die Arbeit, die dahinter steckt!) sehr viel mehr zu schätzen weißt! Und top, dass du den ganzen Sommer über noch nichts Neues gekauft hast!

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  3. Ein sehr interessanter Beitrag! Dass man teilweise sogar mit Flohmarktkäufen indirekt die großen Kettenanhänger unterstützt, darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht.
    Ich versuche zur Zeit, daran zu arbeiten, einfach weniger zu kaufen, aber es gelingt bisher ehrlich gesagt nur teilweise...

    Dein Outfit ist übrigens sehr hübsch!

    Liebe Grüße
    Kathrin
    https://loveisallyouneed19.wordpress.com

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    1. Hey Kathrin.
      vielen Dank für dein Feedback! Also ich würde zwar schon sagen, dass gebrauchte Fast Fashion auf jeden Fall eine Stufe besser ist als neue Fast Fashion, aber generell eben auch nicht das Optimum, weil man ja auch so den Verbrauch bzw. Konsum indirekt ankurbelt. Weniger einzukaufen ist da auf jeden Fall nachhaltiger. Ich würde dir den Film The True Cost empfehlen; da bekommt man sehr gute Anregungen und Einblicke! :)

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  4. Ein toller Beitrag! Ich finde es kommt auch immer ein bisschen drauf an. Wenn ich Second Hand kaufe, dann meistens eher Designersachen - weil ich weiß, dass ich daran lange Freude haben werde. Aber H&M und große Ketten würde ich dort auch nicht kaufen.
    Ein toller Look!
    xx Fiona THEDASHINGRIDER.com

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    1. Hallo Fiona,
      ja da hast du schon Recht, wenn es qualitativ hochwertige Sachen sind, ist das auch nochmal was anderes, wenn man denen quasi ein längeres Leben schenkt und sie zu schätzen weiß. Die werden nur gefühlt immer schwieriger zu finden. Aber naja, dann muss man eben etwas tiefer graben, was? ;) Liebe Grüße!

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  5. Ein sehr spannender Beitrag! Zugegeben, ich bin nicht gerade Vorreiter auf diesem Gebiet der Fair Fashion, aber vor allem dein Punkt B ziehe ich momentan durch. Ich kaufe mir kaum noch Kleidung und wenn, dann sind es Sachen, die seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste stehen.
    Und ich gebe dir Recht: Auf Flohmärkten kann man fast gar nichts Außergewöhnliches im Bereich Kleidung finden. Ich selbst gehe daher auch nicht mehr auf die Suche, zumal Vieles was angeboten wird, wirklich der allerletzte Mist ist.

    Liebste Grüße
    Dorina // Adeline und Gustav

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    1. Liebe Dorina,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Das finde ich super, dass du auch an Punkt B arbeitest. Ist wohl auch der effektivste Weg, wie man schnell etwas positiv ändern kann. Und dabei auch noch Geld spart!^^
      Generell mag ich persönlich ausgewählte Secondhand Läden lieber, die dann zwar teurer als Flohmärkte sind, aber dafür schon eine Vorauswahl treffen und i.d.R. auch bessere Qualität anbieten.
      Liebe Grüße!

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  6. Verstehe deinen Standpunkt total! Rege mich auch immer auf wenn ich auf einem Flohmarkt bin und nur Zara und Primark Kram sehe. Da kaufe ich auch nichts. Deswegen mache ich auf dem Blog auch immer noch einen Unterschied zwischen Vintage und Secondhand. Für mich ist die Kombination Vintage und Fair Fashion einfach die sinnvollste und für mich persönlich am nachhaltigsten, auch in dem Sinne, dass ich es dann langfristig umsetzen kann. Nur Fair Fashion wäre für mich nicht umsetzbar und nur Vintage ginge auch nicht. Die Mischung macht's - zumindest bei mir ;) Und ein fettes JA auf jeden Fall zum Appell weniger zu kaufen, daran muss ich auch noch arbeiten... :)

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    1. Da würde ich dir zustimmen liebe Vreni. Ausschließlich Fair Fashion wäre super, aber noch nicht so einfach umsetzbar (vielleicht eines Tages :)). Und bei Vintage findet man einfach nochmal sehr andere Stile, was mir auch sehr gefällt.

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  7. Guten Morgen,

    wie nachhaltig ist Secondhand denn nun wirklich? In der Befürchtung mich unbeliebt zu machen aber in der Hoffnung eine produktive Diskussion in Gang zu setzen muss ich sagen, dass für mich die zentrale Frage in der Überschrift, in dem sonst sehr schön geschriebenen Beitrag, nicht (endgültig - aber was ist schon endgültig) geklärt wird.

    Meiner Auffassung nach kann Secondhand nur sehr bedingt nachhaltig sein. Zum einen schreibst du, dass es schade war, dass keine "Vintage Stücke oder unbekannte Marken, Schätze, Außergewöhnliches" zu finden waren. Aus dem Indiana Jones-Blickwinkel verstehe ich diese Aussage nur zu gut, nur stellt sich bei unbekannten Marken dann letztlich nicht dieselbe Frage nach deren Produktion? Nur weil die Marke möglicherweise unbekannter ist heißt das ja leider nicht, dass diese fairer, besser oder nachhaltiger produziert als einer dieser Fast Fashion Riesen.

    Dazu kommt, dass das Ziel der Nachhaltigkeit ja sein muss, auf lange Sicht eine Veränderung herbeizuführen. Das kann ja aber nur passieren, wenn die jungen, kleinen und aktiven Marken, die fair und nachhaltig produzieren, an jeder nur erdenklichen Stelle unterstützt werden. Durch den Kauf von Secondhand passiert dies ja leider nicht.

    Unabhängig davon, dass ich hier gerade als Wolf unter Schäfern eine Meinung konstatiere, die ich selbst (noch) nicht lebe, wollte ich das nur mal so gesagt haben :-)

    Grüße,
    Jan

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    1. Hallo Jan,

      schön, dass sich auch ein männlicher Leser zu Wort meldet. :) Und keine Angst, du machst dich nicht unbeliebt- jede Meinung darf gern geäußert werden.
      Ich stimme dir insofern zu, dass das langfristige Ziel Veränderung ist – die Bedingungen der konventionellen Modebranche sind katastrophal und sollten unbedingt hinterfragt und grundlegend verändert werden! Wie? Indem die Nachfrage bei den „Übeltätern“ durch weniger Neukäufe merklich sinkt (langer Weg, aber möglich) und die Neukäufe bei den Guten der Branche merklich steigt.
      Die Frage, wie nachhaltig Secondhand oder Vintage Kleidung ist, sollte jeder selbst für sich beantworten, da es meiner Meinung nach eine Grauzone ist, kein schwarz-weiß, richtig oder falsch. Ich persönlich finde, dass die Kleidung, bei der man von den schlechten Bedingungen weiß (also H&M, Zara und Co) auch gebraucht nicht wirklich unterstützenswert ist, weil es a.) kein Zeichen setzt (sondern stattdessen indirekte Nachfrage erzeugt) und b.) keine Qualität auf lange Sicht sein kann (Material und Produktionsbedigungen). Trotzdem stufe ich es persönlich als besser ein, als direkt bei eben diesen Modehäusern einzukaufen, weil sich das eben direkt auf die Nachfrage auswirken würde.
      Zum Thema Vintage oder unbekannte Marken finde ich, dass diese wieder eine Stufe besser sind, da sie qualitativ hochwertiger sind und man so deren Lebenszyklus verlängern kann (schöner Artikel übrigens zum Unterschied der beiden gern missbräuchlich verwendeten Begriffe: http://www.kunstkinder-mag.de/2016/02/aesthethik-vintage-second-hand.html). Da sicherlich 90-95% aller vorhanden Kleidungsstücke auf dem Markt eben nicht Fair Fashion sind, muss man sich überlegen, wohin mit all dem Zeug – meiner Meinung nach so lange wie eben möglich tragen, vor allem wenn es sich um hochwertige, besondere Stücke handelt – die eben auch oft in dem Stil gar nicht mehr produziert werden, schon gar nicht in fair.
      Daher meine persönliche Einstufung von pfui nach hui: Fast Fashion Direktkäufe < secondhand Fast Fashion < Vintage Mode < Fair Fashion / gebrauchte Fair Fashion

      Liebe Grüße,
      Corinna

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  8. Du hast vollkommen Recht, in mache neuerdings auch einen großen Bogen um H&M und gehe nun mehr und mehr in Second-hand Läden (wie z.b. das rote Kreuz oder auch in kleine Vintage-Shops) shoppen. Mittlerweile habe ich mein Kaufkonsum runterschrauben können und stelle mir beim Shoppen nun immer folgende Fragen: Wann willst du es anziehen? Wie viele Outfits kannst du damit kreieren? Wie sieht die Qualität der Klamotten aus? Steht dir der Schnitt überhaupt?
    Leider bin ich immer noch nicht so minimalistisch wie ich es gerne hätte aber wir sind alle doch dabei!
    Liebe Grüße,
    Mai von Monpipit.de

    xox

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    1. Lieben Dank für deinen Kommentar, Mai! Das ist auf jeden Fall der richtige Ansatz finde ich ! :)

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  9. Dieses ständige Neukaufen, im übertriebenen Maße und Kleidung nicht mehr wertzuschätzen finde ich eigentlich am Schlimmsten. Obwohl ich ja auch versuche auf Fair Fashion umzusteigen und mich auch immer über neue Marken freue (Danke, du bist da meine größte Inspiratiosnquelle), habe auch ich noch einige neue und alte Teile von bekannten Modeketten zu Hause. Aber ich muss mit Stolz sagen, Fehlkäufe gibt es eigentlich keine mehr seitdem ich mir mehr Gedanken mache was ich wirklich brauche und Bedachter einkaufe. Ich habe sogar auch Teile zu Hause die über 10 Jahre alt sind und ich trage auch diese immer noch gerne :) Ich glaube wenn wir alle ein bisschen mehr nachdenken würden, nicht im Übermaß einkaufen und Kleidung wieder mehr schätzen würden, wäre schon viel getan. Daumen hoch für deinen Beitrag... und schade, dass dein Flohmarktbesuch nicht so erfolgreich war.
    Liebe Grüße
    Steffi
    https://ohwunderland.wordpress.com

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    1. Oh vielen Dank liebe Steffi, das ehrt mich total und freut mich sehr! :) Dass mit den schwindenenden Fehlkäufen ist ja echt schon mal ein super Schritt! Und je länger man etwas anziehen kann, desto besser ist es sicher für alle, inklusive der Umwelt!

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  10. Liebe Corinna,

    eine wichtige Diskussion, ich weiß irgendwie was du meinst – das hatte ich neulich auch mal nebenbei drüber angeschnitten... http://www.kunstkinder-mag.de/2016/02/aesthethik-vintage-second-hand.html

    Ich merke manchmal an mir selber, dass ich etwas (auch Second Hand) mitnehme, obwohl ich mir nicht 100%ig sicher bin da ich wiederum sicher weiß, es dann weiter über Kleiderkreisel o.ä. Plattform verkaufen zu können. Sprich, irgendwo fördert der große Second Hand Kleidermarkt bei mir auch das Konsumieren von Kleidern. Gleichsam gibt's aber meiner Meinung nach keine bessere Art des Konsumierens als die des Teilens und Tauschens, bzw. Weitergebens. Der aktuelle Atlas der Globalisierung (Postwachstumsgesellschaft) hat da gerade einen interessanten Artikel zu geschrieben – wie sich auch Sharing Economies doch immer wieder kapitalistisch verwertbar machen. Der ist ganz spannend, falls dich das weiter interessiert, kann ich den gern mal scannen!

    Und noch was zum nachdenken: Viele der großen Marken geben ihre Restposten gar nicht mal in den Second Hand Pool, sondern Schreddern die Kleidung, damit die Marken dann nicht auf dem Second Hand Markt landen. Verrückt. Die Kleiderkammern wiederum müssen z.T. die Etiketten raus trennen, wenn Schwede und Co dort Restbestände spenden – ich war mal dabei. Was für eine Welt ist das? :O

    Nachdenkliche Donnerstags-Grüße <3

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    1. Vielen Dank liebe Anna für deinen ehrlichen Kommentar. Und deinen Artikel hab ich oben auch schon geteilt :) bzw. hab dir ja auch schon auf FB geantwortet. Das mit den Etiketten und den zerschredderten Kleidern ist echt unfassbar. Verrückte Welt!

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  11. Hey Corinna,
    ein wirklich interessanter Post! Ich denke auch oft über das Thema nach. Es ist wirklich nicht so einfach. Ich denke schon, dass Second Hand einzukaufen, sehr nachhaltig ist. Genauso finde ich es gut, Fair Fashion Brands zu unterstützen. Ich denke auch, dass die Mischung es macht. Bei Second Hand Einkäufen habe ich teilweise leider schon daneben gegriffen, weil ich mir z.B. ein Top von Mango gekauft habe, dass beim Waschen total abgefärbt hat und ausgeleiert ist. Da bringt es auch nichts, Second Hand einzukaufen, wenn das Kleidungsstück nach einmal Waschen nur noch als Putzlappen dient. Deswegen kaufe ich nur noch Second Hand, wenn die Qualität stimmt.
    In dem Punkt, dass man einfach weniger kaufen soll, gebe ich dir total Recht. Daran habe ich allerdings noch ordentlich zu arbeiten :).

    Liebe Grüße,
    Feli
    www.felitales.com

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    1. Lieben Dank Feli für deinen Kommentar! Ja, genau das meine ich eben, wie mit deinem Mango Top. Zumindest ist es EIN Aspekt von vielen, aber generell stimme ich dir zu, dass eine Mischung Sinn macht, aber eben nur von hochwertigeren Secondhand Teilen. :)

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  12. Liebe Corinna!

    Ein toller Artikel, der zum Nachdenken anregt, wirklich.
    Ich habe mir die Diskussion in den Kommentaren auch durchgelesen und finde deine Hierarchisierung von Mode sehr gut - ich denke, ich würde etwa dieselbe Einteilung vornehmen, was den Konsum anbelangt.
    Besonders gut finde ich, dass du den Punkt mit den gebrauchten Fast-Fashion-Teilen in den Vordergrund gestellt hast. Ich glaube, vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass sie durch den Kauf von H&M und Co. auf Flohmärkten die Verkäufer*innen dazu animieren, sich wieder neue Teile von genau denselben Anbietern zu holen - nachhaltig ist da definitiv etwas anderes. Toll, dass du darauf aufmerksam machst!

    Auch deine beiden Lösungsansätze - vor allem b) - kann ich vollkommen unterschreiben. Ich habe mir seit ungefähr einem Jahr nichts Neues mehr gekauft - und ich lebe noch. ;)
    Sehr gut sogar. Im Gegenteil: Ich habe schätzungsweise 7-8 Kartons an Klamotten verkauft und verschenkt und bin noch lange nicht am Ende.
    Ich glaube, was wir grundlegend lernen müssen, ist, dass wir wunderbar mit wenig leben könnten - wenn wir uns mal freimachten von den ganzen Einflüsterungen der konsumabhängigen Industrie.

    Liebe Grüße
    Jenni

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    Antworten
    1. Vielen Dank liebe Jenni für deinen ehrlichen Kommentar. Und wie schön, dass du dir die Beiträge bzw. Diskussion auch durchgelesen hast! Jeder kann natürlich seine eigene Meinung haben und die kann auch gern von meiner abweichen. Ich freu mich aber natürlich, wenn du mir zustimmst! :)
      Und hey, Hut ab und Respekt vor deinem Nichtkonsum! Das find ich absolut super. Habe selbst auch ca. 3 Monate auf Neukäufe verzichtet, bevor ich auf Fair Fashion "umgestiegen" bin, aber ein Jahr ist wirklich nochmal eine ganz andere Nummer!
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
      Corinna

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