Let's live clean in this plastic world!


Auf Instagram posten alle über #zerowaste und #plasticfree. Und ich liebe die ganzen Unverpackt-Bilder, die mir in meinem Feed angezeigt werde!
Aber während es in manchen Bereichen mit ein bisschen Mühe auch gut umsetzbar ist (zum Beispiel beim Thema Lebensmittel), ist es anderen in echt schwer bis eher unrealistisch umzusetzen - vor allen Dingen wenn man die große Masse betrachtet. Einer dieser Bereiche ist Reinigungsmittel.

Zwar gibt es schon die Möglichkeit, sein eigenes Waschmittel herzustellen und dabei weitestgehend auf Plastik zu verzichten, aber dafür muss man erst mal Zeit und Muße haben. Versteht mich nicht falsch, ich ziehe meinen Hut vor allen, die das tatsächlich umsetzen, aber ich komme da einfach nicht dazu, und würde es auch sicher nicht schaffen, mein Spülmittel, Glas- und Bodenreiniger, Backofenspray usw. alles selbst herzustellen. Muss auch nicht sein. Aber was man tun kann ist, sparsam zu dosieren und nach möglichst umweltfreundlichen Alternativen zu schauen. Denn sowohl die Inhaltsstoffe machen einen großen Unterschied bei den verschiedenen Anbietern, als auch die Verpackung an sich.


Bei Ecover bestehen alle Produkte aus pflanzenbasierten, biologisch abbaubaren Inhaltsstoffen, was schon mal super wichtig ist. Wusstest du, dass die meisten konventionellen Reinigungsmittel im Gegensatz dazu auf Erdöl basieren? Auch die Abbaubarkeit ist leider nur bis zu einem gewissen Grenzwert vorgeschrieben - und der Rest gelangt dann leider in unser Abwassersystem.
Der zweite Punkt ist die Flasche an sich. Das Thema Verpackung und Plastik ist ein ziemlich umfangreiches, denn es gibt hier zum einen den Rohstoff, aus dem der Kunststoff hergestellt wird (pflanzenbasiert, recycelt oder erdölbasiert) und zum anderen die Entsorgung, die beachtet werden sollte: kann es recycelt werden, ist es biologisch abbaubar oder kann es nur verbrannt werden? Dabei schließt der Rohstoff (pflanzenbasiert oder erdölbasiert) keine der drei Möglichkeiten per se aus, was das Ganze relativ komplex macht.

Zu diesem Thema durfte ich letzte Woche, zusammen mit Ecover, sisterMAG und einer Gruppe von anderen lieben Bloggern nach Berlin reisen und ganz tief ins Thema eintauchen. Wir haben im ersten Rubbish-Café Berlins mitgebrachtes Plastik direkt vor Ort schreddern und dann auch recyceln dürfen : aus alten Joghurtbechern, Spülmittel-Flaschen und ähnlichem wurde dann zum Beispiel eine Wäscheklammer - danke an die Kunststoffschmiede, die uns das schön gezeigt haben!
Anschließend sind wir dann ins Sister Mag Loft gelaufen und haben zusammen mit Vertretern von Cradle to Cradle, dem grünen Punkt, Ecover und dm disktuiert, wie die Zukunft von Plastik aussehen sollte. Wie wir das Bewusstsein für unseren stetig wachsenden Verbrauch schärfen können und welchen Ausweg es aus der Misere gibt.
Wusstest du z.B., dass in der EU jedes Jahr 60 Millionen (!) Tonnen Neukunststoff produziert werden, aber nur etwa 3 Millionen recycelt werden?
Ein großes Problem ist, dass viele Produkte von vornherein falsch konzipiert sind. Eingefärbter Kunststoff zum Beispiel ist viel schwerer zu recyceln als durchsichtiger. Manche Produkte bestehen aus unterschiedlichen Typen von Plastik, die gar nicht mehr auseinander genommen werden können, und daher immer verbrannt werden müssen.

Was kannst du also tun?

  • Möglichst große Verpackungseinheiten kaufen
  • Deine Produkte so oft es geht nachfüllen
  • Beim Kauf auf möglichst nachhaltige Verpackungen achten. Wenn Plastik, dann am besten recycelbares. Biologisch abbaubares Plastik darfst du z.B. meist nicht im Biomüll entsorgen, sondern nur auf deinem eigenen Kompost, wenn vorhanden. Die Ecover Spülmittel-Flaschenkörper sind z.B. aus 100% recyceltem Kunststoff und auch wieder recycelbar.
  • Nach dem Benutzen den Müll trennen und richtig entsorgen: Bei Joghurtbechern z.B. unbedingt den Deckel abziehen, da das unterschiedliche Wertstoffe sind, die sonst nicht von den Sortiermaschinen beim Grünen Punkt erkannt und getrennt werden können
  • Wenn du Kleidung aus Kunstfasern oder Mischgeweben wäschst, am besten in einen Wäschebeutel wie den GuppyFriend geben - der fängt die Mikroplastikpartikel auf, bevor sie ins Abwasser gelangen können!
  • Beim Obst- und Gemüseeinkauf den Mehrweg-Beutel nicht vergessen ;-) Statt Plastiktüten gibt es z.B. tolle wieder verwendbare Obst-und Gemüsenetze aus Bio-Baumwolle, die unnötiges Plastik ganz einsparen. 
  • No-Brainer: Nie ohne Jutebeutel aus dem Haus; ist klar, nech?  








Vielen Dank an Ecover und sisterMAG für das spannende Event!

Alles Liebe,
eure Corinna

Fotocredit: Timo Roth für sisterMAG

Dieser Post entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Ecover und sisterMAG. Vielen Dank!


Kommentare:

  1. Ich bewundere das Zerowasten auch total und habe mich darin versucht. Ich musste für mich auch feststellen, dass man durchaus schnell an seine Grenzen kommt. Natürlich, da wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wenn ich mein Leben allein gestalten würde, wäre es vielleicht einfacher, aber ich finde es schon sehr anstrengend meinen Teenager-Töchtern nahe zu bringen, wie wichtig ein Verzicht zumindest aber ein umsichtiger Umgang mit Plastik ist. Das Missverständnis ist vielleicht, dass viele von uns meinen wir müssten zero waste dann auch zu 100 % umsetzen, und dann ist man hinterher total frustriert, dass das alles nicht so richtig klappt und gibt ganz auf. Die Erkenntnis, dass kleine Schritte auch schon was bewirken können und dass die Summe es dann am Ende macht, kommt langsam auf leisen Sohlen.

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  2. Danke für deinen Kommentar - ja, das kann ich sehr gut nachvollziehen! Natürlich kann man sagen wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, aber das kann auch dazu führen, dass man alles etwas zu verbissen sieht. Ich bin auch Team "Jeder Schritt zählt"! :)

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  3. Ich versuche auch immer mehr Plastik einzusparen und suche gute Alternativen. Ich kaufe zB nur einen Reiniger und ein Spüli..reicht mir völlig! Die Marke werde ich mir anschauen wenn meine Flaschen leer sind :)

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    1. Das find ich auch gut! Meistens gilt ja, weniger ist mehr :-)

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