#byebyeSchweinehund - einfach anfangen, nachhaltiger zu shoppen


Noch bis heute finden die deutschen Aktionstage für Nachhaltigkeit statt. Im Rahmen dessen möchte ich euch, liebe Leser, hochoffiziell aufrufen, eurem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen und beim nächsten Mal Shopping genauer hinzuschauen, was ihr da eigentlich in eure Kleiderschränke tragt. Denn jeder möchte doch irgendwie etwas besser machen. Keiner will die Sklaverei in Bangladesh oder China unterstützen, in der unsere Kleidung hauptsächlich produziert wird. Aber beim Schlendern durch die Fußgängerzone ist das Bild von den dunklen Fabriken und den umweltverpestenden Färbereien doch wieder ganz weit weg. Und schließlich geht ja jeder ab und an mal zu Zara oder H&M. Und man hat ja eh nicht so viel Geld zur Verfügung. Außerdem brauchte man dringend dieses eine coole Shirt, diese eine stylische Hose, drückt nochmal ein Auge zu...HALT. Das ist er, der innere Schweinehund. Der, der alles Gewohnte genau so beibehalten möchte. Der dafür sorgt, dass man nicht weiter hinterfragt, sich keine großen Mühen machen möchte. Aber genau da lohnt es sich, anzufangen! Setz ein Zeichen und mach mit bei der Aktion #byebyeSchweinehund.

Wusstest du, dass:

  • pro konventionell produziertem Baumwoll-T-Shirt ca. 150g Chemikalien verwendet werden? (mehr dazu: hier)
  • ca. 60% der Kleidung in Deutschland aus Chemiefasern wie Polyester besteht? Bei jedem Waschgang mit Chemiefasern gelangen ca. 2000 Faserteilchen ins Abwasser (mehr dazu: hier)
  • wir unsere Kleidung im Durchschnitt nur vier mal  tragen, bevor sie aussortiert wird? 20% werden überhaupt nicht getragen (mehr dazu: hier)
  • für die Produktion einer einzigen Jeans ca. 7000 Liter Wasser verbraucht werden? Jeans werden oft in Ländern mit Wasserknappheit produziert (mehr dazu: hier)
  • beim Gerben von Leder häufig das stark irritierende und krebserregende Chrom VI entsteht, das für Mensch und Umwelt hochgiftig ist?  (mehr dazu: hier)

Die Liste könnte noch endlos weitergehen - es gibt also dringenden Handlungsbedarf! Jeder weiß es, kaum einer tut was dagegen. Hey, warum nicht heute damit anfangen?
Daher hab ich jetzt meine top 3 Tipps für nachhaltigeres Shoppen:


Bei allem, was du kaufst, sag dir "BUY LESS. CHOOSE WELL". Mit diesem Mantra vermeidest du nicht nur Fehlkäufe, sondern wählst Qualität über Quantität. Weniger, dafür hochwertiger einkaufen. Also:

1. Frage dich, ob du dieses Kleidungsstück wirklich brauchst. Wärst du bereit, dafür mindestens zwei andere Kleidungsstücke aufzugeben? Wenn du es heute hängen lässt, hast du es morgen vielleicht schon vergessen. Nur wenn es dich wirklich nicht mehr loslässt, würde ich es kaufen.

2. Schaue dich nach gebrauchten Alternativen um - es gibt IMMER einen Weg. Veranstalte z.B. selbst eine Kleidertausch Party, gehe auf Flohmärkte oder in secondhand Läden. Oft findet man dort viel ausgefallenere Kleidungsstücke, die noch super erhalten sind und nicht jeder hat. Minimale Anpassungen, beim Schneider oder selbstständig leicht umgenäht, führen zu einzigartigen Stücken, die trotzdem günstig sind.

3. Suche gezielt nach zertifizierten Fair Fashion Marken (die wichtigsten Siegel habe ich hier zusammengefasst). Gibt es in deiner Stadt vielleicht schon einen nachhaltigen Shop? Ansonsten schau online oder suche bei Städtetrips gezielt nach Fair Fashion Läden - die Anzahl wächst stetig. Ja, es ist ein bisschen mehr Aufwand. Aber dafür weißt du, dass du dein Geld in etwas Gutes investierst. Sag das ruhig zu deinem inneren Schweinehund.

 Shirt und Cap: Dedicated* (organic + fair), Rock: bleed* (aus Tencel + fair); Shorts oben: secondhand

Die Möglichkeiten für ein nachhaltigeres Leben sind dabei fast grenzenlos. Auf der Seite Nachhaltiger Warenkorb gibt es jetzt tolle Anreize und Beispiele für so ziemlich alle Lebensbereiche, egal ob du deinen Mode Konsum verändern, deine Kosmetik umstellen, deine Lebensmittel nachhaltiger einkaufen oder deine Reisen oder Geldanlagen besser gestalten möchtest. Egal, was du tust - Hauptsache du tust ETWAS. Und sagst #byebyeSchweinehund!

Alles Liebe, 
eure Corinna


*in freundlicher Kooperation mit Dedicated und Bleed

Kommentare:

  1. Ich bin richtig geschockt über diese Zahlen und Statistiken! Bin sehr stolz, dass du dich dafür entschieden hast und uns Leser zum nachdenken bringst.
    Ich selber gehe kaum mehr shoppen, da ich mit meinen Klamotten zufrieden bin. Aber das liegt daran, dass ich mehr und minder minimal lebe :)
    Liebe Grüße,
    Mai von Monpipit.de

    xox

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  2. Liebe Corinna,
    darauf ein lautes "Hurra!". Den Schweinehund zu besiegen bringt in wenigen Bereichen so viel wie in diesem. Die Zahlen machen es ganz deutlich. Ich bin jetzt seit fast 6 Monaten komplett "Fast Fashion frei" und es fühlt sich so viel besser an! Und je länger man das durchzieht, desto weniger verlockend werden auch H&M und Co. Und die Alternativen machen zudem noch so viel mehr Spaß!
    Ganz liebe Grüße!
    Anni

    www.rotkopfchen.de

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